Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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niki, und starb hier am 12. Jult 177? au der Pest. Blörn stahlhatte eine Beschreibung seiner Reisen in Briefform an seinen Freund'den Bibliothekar Giörwell geschickt, der sie anfangs in eine Zeit»schrift, die in Stockholm erschien, einstreute, dann aber auch 1778sonders herausgab. Grvskurd bar davon eine Deutsche Ucbersez-zung geliefert. Dieses Werk enthält gelehrte und gründliche Unter-suchungen über Münzen, Manuscripte, seltene Bücher, eine großeMenge Anekdoten, von denen die interessantesten diejenigen sind,welche Voltairen betreffen, den er in Ferney besucht hatte; aberseine Bemerkungen und Urtheil? über Sirten, Gebrauche, Religionund Literatur sind ott zu wenig richtig, genau und unparteiisch. Ek -hatte mehr Gelehrsamkeit, als Geschmack; mehr Gedächtniß, alssichern Takt und Untcrscheidungskraft. Seine natürlich starke undabgehärtete Gesundheit setzte ihn in den Stand, viel zu arbeitenund die größten Beschwerden der Meisen zu ertragen.

Biren (Johann Ernst von), Herzog von Kurland, war, wieinan behauptet, der Enkel eines Stallknechts des Herzogs Jakob vonKurland und der Sohn eines Kurländischen Bauers, Namens Büh-rev. Er war 1687 geboren, und suchte mit Glück durch seine na-türlichen Fähigkeiten und eine nicht ganz vernachlässigte Erziehung,sich auf eine Stufe des Ansehens zu erheben, die seine niedrige Ab-kunft verbarg. Sein angenehmes Aeußere und sein gebildeter Ver-stand verschaffte» ihm die höchste Gunst der Herzogin von Kurland,Anna, der Nichte des Russischen Kaisers; dennoch gelang es ihninicht, unter den Kurländischen Adel ausgenommen zu werden, derhieses Begehren mit Unwillen verwarf. Als Anna 1730 den Russi-schen Tbron bestieg, machte es ihr die Partei, die sie dazu erhob,zur Bedingung, Bireir nicht mit nach Rußland zu bringen; aberdieß war auch die erste Bedingung, die die neue Kaiserin brach.Biren, mir Ehren überhäuft, wurde am Russischen Hofe eingeführt,«ahm den Namen und das Wappen der Herzoge von Biron in Frank-reich an, und unter diesem Namen beherrschte er seine Gebieten».Stolz und hart, überließ er sich allen Leidenschaften des Hasses gegendie Nebenbuhler seines Ehrgeizes. Die Fürsten Dolgvruki warenseine ersten Opfer; eilftausend Personen ließ er hinrichten, und zweiMal so viel schickte er ins Eril. Man versichert, daß die Kaiserinsich ihm bisweilen zu Füßen geworfen habe, um ihn zu besänftige»,aber Bitten und Thränen derselben waren nicht fähig, ihn zu ruhte».Doch brachte die Energie seines Charakters Thätigkeit und Kraft inalle Theile der Staatsverwaltung dieses großen Reichs. Anna zwangdie Kurländcr im I. 1737, ihren Günstling, der schon eine Kurlan-derin aus der Familie Tre d en geheirathet hatte, zu ihrem Herzogez»wählen. Die Kaiserin, die es wünschte, daß er auch nach ihremTode, der 1740 erfolgte, fortregieren sollte, und den Prinzen Im»zu ihrem Nachfolger bestimmt hatte, übergab ihm die Regentschaft. Daer auch diesen höchsten seiner stolzen Wünsche erreicht hakte, so entfern-te er die, welche er fürchtete, und ließ nur zu deutlich die Absicht marken,seine Familie auf den Thron zu erheben. Er verheiratbete seinenSohn an die Prinzessin Elisabeth, seine Tochter aber an den Herzogvon Holstein, den nachmaligen Kaiser Peter m. Aber eine einzigeNackt zerstörte seine stolzen Plane. Der Marschall Münnich, dc>"Biren die R gentschaft größentheils verdankte, war mit seinem Bc- ^tragen unzufrieden, und ließ ihn in der Nacht vom iy. bis 20. No-herüber von so Soldaten, die Manstein anführte, in seinem Belle s