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natenorden, glaubte sich in dem Besitze eines Universalheilmittels,das er allen seinen Freunden empfahl, das aber doch nicht vermö-gend war, ihm ein langes Leben zu erhalten.
BiScuit (biscorro), I. eine Porcellainmafse, welche zwar ge-brannt wird, aber keine Glasur hat. 2. Ein leichtes Auckergebacke-nes. z. Schiffszwieback oder Schlffsbror, das zwei Mal gebackenwird, bis es ganz trocken und fest ist.
Bister^ Nußschwarz, eine Farbe aus gekochtem Ofenruß undGummi, welche die Maler zum Luschen gebrauchen.
Bisturi, JncisionSmesser, ein Instrument, dessen sich die Wund-ärzte beim Schneiden der Wunden und Geschwüre bedienen.
Bitanbe (Paul Jeremie), berühmt durch seine FranzösischeÜbersetzung des Homers, war zu Königsberg den 24. Nov. 17z»uns einer rcformirten, «uS Frankreich geflüchteten Familie, geboren.Frühe Liebe zu den Wissenschaften bestimmte ihn, Theologie zustudiren, und häufiges Lesen der Bibel erweckte in ihm Gefühl fürdiese einfach erhabene Poesie. Er lernte den Homer kennen, unddieß zog ihn zur Griechischen Literatur, der er sich mit allem Eiferergab.. Ein Preuße von Geburt, hing er dennoch mit ganzer Seelean Frankreich, und sich in Paris festzusetzen, war der Zweck allerseiner Anstrengungen. Mit Grund hielt er für das beste Mittel,wieder in seinem Vaterlande aufgenommen zu werden, wenn er sichder großen Familie der Gelehrten jenes Landes beigesellte, und dießveranlaßte ihn, den Homer zu übersetzen. Durch dieses Werk und dieGunst Alemberts, die er sich auf feiner ersten Reise »ach Paris er-worben harre, der ihn sehr nachdrücklich Friedrich il. empfahl, wurdeer zum Mitgliede der Akademie in Berlin aufgenommen, und ver-schaffte sich die Erlaubniß zu einer zweiten Reise nach Frankreich, woer sich so lange aufhalte« durfte, als er nöthig hatte, seine Ueber-setzung zu verbessern. Außerdem hat er ein Gedicht unter dem TitelJoseph geschrieben und Göthe'S H e r m a n n und D 0 r v t h e a über-setzt. Während der Revolution wurde auch Bitaube nebst seiner treff-lichen Gattin ins Gefängniß geworfen, sie erhielten aber bald ihreFreiheit wieder. Napoleon ernannte ihn zum Mitgliede der Ehren-legion und belohnte ihn für seine gelehrten Verdienste. Der härtesteSchlag, der ihn in feinem hohen Alter traf, war der Tod seineredeln Gattin, der am 22sten November 1803 auch den seinigen zurFolge hatte.
Bitte, erste, oder das Recht der ersten Bitte war eineGerechtsame des Römischen Kaisers in jedem Dom- und Kollegiat-stifle, oder in Klöstern, welche das Patronatsrecht haben, ein taug-liches Subjekt zur Erlangung einer Pfründe vorzustellen, sobald einesolche nach seiner Krönung erledigt wurde. In Nonnenklöstern undFräuleinstistern hatten die Kaiserinnen das nämliche Recht.
Bittersalz. Ein erdiges Mittelsalz von sehr bitterm, etwaskühlendem und scharfsalzigem Geschmacke. In Krystallen angeschos-sen, enthalten roo Theile desselben l y Theile Magnesia und zz trok-keneVitriolsäure. Die Krystallen dieses Salzes sind regelmäßige,vierseitige, glatte, gleichseitige Säulen, welche sich in dachförmigeoder zweiseitige Spitzen endigen. In der Wärme geht ihr Krystall-wasser verloren, und dann werden sie undurchsichtig und zerfallen iaPulver. Man hat natürliches und künstliches Bittersalz. Jenes istmeist weißlich von Farbe, durchscheinend, und bildet gewöhnlich na-delförmige zusammengehäufte Krystallen. ES wird unter andern in