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einer besondern Vorliebe, das er als Anfang seines ausgebreitete»Ruhms ansah.' Er wurde Prediger, uud dann Professor der Rhe-torik und fmvnen Künste in Cdimburg. Im I. 17 öz schrieb er einekritische Ädhavbklng über Ossians Gedickte, und trug viel dazu bei,daß diese Gedichte in Schottlands Gebirgen gesammelt wurden,Blair wollte einen Band seiner Predigten drucken lassen, und gabsie Strahan, dem bekanntesten Buchhändler in London, der idi»aber abriet», weil er sich keine vorzügliche Abnahme versprach; ab»doch wollte er erst das Urtheil des berühmten Johnson einhole«,Las nun außerordentlich günstig ausfiel. Auf dieie Empfehlung»ahm es endlich Strahan in Verlag, und gab ihm 50 Grüner» fürsein Manuscript; aber der Absatz war so stark, daß er ihm noch zoschuldig zu seyn glaubte. Diele Predigte» waren bald vergriffe«,uud Blair ließ sie wieder auflege», fügte einen zweiten Band hinzu,und erhielt für jeden 200 Pftms Sterling. Die Buchhändler bete«ihm für den dritten Band övc,, und der vierte soll ihm 20L0 Pf.St. eingetragen haben. Sie fanden eiuen außerordentlichen Beiiallund wurden ein allgemeiner Gegenstand der Lektüre. Der Koni-,der sich cine.dieser.Reden vom Lord Mansfield harte vorlesen lasse«,gab ihm 1780 eine Pension von 2oo Pf. St., wozu er »och rcolegte, als Blair wegen seines hohen Alters genöthigt war, die Ge-schäfte als Professor aufzugeben, ob er gleich ferner den Gehalt sei-ner Professur zog. Er fuhr fort, bis an feiuen Tod zu predige«,immer mit gleichem Beifall, uud verrichtete alle geistliche Geschäfte.Er lebte in einem großen Wohlstände uud genoß eine ausgezeichneteAchtung. Sein Charakter war so vortrefflich, wie seine Schriste«,und seine Unterhaltung äußerst angenehm. Dieser in jeder Hinsichtliebenswürdige Mann starb am 27. December 1320. Seine Schrif-ten sind fast in alle Europäische Sprachen übersetzt.
Blanchard (Fran^ois). Dieser berühmte Luftschiffer, einetmit von den ersten, welche das große Wagstuck begannen, sich demirnsichern Elemente anzuvertrauen, war zu Andelys (in dem jetzige«Departement Eure) 175z geboren. Schon sehr jung in allerhandmechanischen Künsten, zu denen er von Natur sehr viele Talentehatte, geübt, trug er sich immer mit dem Gedanken, eine Maschinezum Fliegen zu erfinden. Schon im löten Jahre erfand er eine«mechanischen Wage», mit dem er eine Strecke von 7 Stunde» fahr;eine Erfindung, die er im I. 1773 noch mehr vervollkommnete, undsich am Hofe zu Versailles dadurch sehr empfahl. Gleiche Geschick'lichkeit zeigte er im lyten Jahre bei einer sebr künstlichen Wassck-maschine; aber immer verfolgte er seine Lieblinqsidee — die Kunstzu fliegen: und so erfand er ein fliegendes Schiff, welches durch einGegengewicht von 6 Pfund sich 20 Fuß über die Erde erhob. Win'kommen waren ihm daher die zu gleicher Zeit gemachten Entdeckun-gen Montgolfiers, besonders aber des Pros. Charles undRoberts zu Paris. Er kam noch dem durch seinen unglückliche«Versuch bekannt gewordenen Pilarre de Rozier zuvor, uudschiffte, nachdem er sckoy die erste Luftreise den 4. März 1784 an-gestellt hatte, 1735 wirklich über den Kanal von Dover nach Calais,worauf er vom Könige von Frankreich durch ein Geschenk von 12,000Livres und eine Rente von 1200 Livres belohnt wurde. 2 " derFolge traf ihn, nachdem er schon viele Luftreifen auch in fremde»Ländern angcheüt hgtte,- (179z) das Unglück, auf die Festung Luft