Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Erfahrungen sind dir Blätter die vornehmste» Aushünstrmgswerk-zeuge; findet nun eine Menge Gatt durch sie seinen AuSgang, soist es nothwendig, daß ein Hinströmen desselben aus allen Theilender Pflanze nach ihren Blättern erfolgen muß. — Die Blatter zie-hen auch — und zwar vornehmlich mit der untern Seite — eineMenge in der Lust befindliche Feuchtigkeiten ein, dre sie durch an-dere Gefäße der Pflanze als Nahrungssaft zuführen. — DkelFarbeder Pflanzenbläkter ist mit wenig Ausnahmen ßrün itt verschiedenenAbstufungen. Die Natur scheint hierbei Rücksicht auf das Bedürfnißdes thierischen, wenigstens des menschlichen Auges» genommen zuhaben. Wie wohlthätig das Grün unserm Ange ist, beweist dergrüne Teppich, der im Frühlinge den Erdboden bekleidet, «nd derAnblick eines frischen, grünen Waldes; sogar die Beleuchtung desGrüns durch die Sonnenstrahlen schadet unserm Aüae nicht. DasAbfallen der Blätter ist die Aushebung der Bereinigung^-wel-che zwischen ihnen und den Zweigen durch die Gefäße und Fasernteivirkt wird. Die Blätter dünsten stark aus; liefern ihnen nunim Herbste die Wurzeln nicht mehr Säfte gbnvg, so müssewsie ver-trocknen, zu wachsen aufboren und endlich abfallen — Das Laubder Bäume und Gewächse gewährt Menschen und Thieren im Som-mer ergnrckenden Schatten. Frisch abgebrochen, dient es auch zuViehfutter, und eine Menge größere und kleinere Geschöpfe nährensich davon; so braucht man es auch jur Streu, ja den Bäume» selbstist baS abgefallene Land nützlich, indem es ihre Wurzeln bedecktund sie dadurch Vor dem Froste schützt. Wenn die Blätter keinePlatte, breite, sondern eine runde, ganz spitzige nadeiförMige Ge-stalt haben, so werden sie Nadein oder Langeln genannt. Inder Botanik heißt das Blättchen kniiolu»,. hei den gefingertenBlättern jedes einfache Blatt; das Blatt eines doppelt gefieder-ten Blattes pimis. jedes einfach gefiederte Blatt eines doppelt ge-fiederten, und das Blättchen eines gefiederten Blattes xinnul»,jedes Blättchen an einem gefiederten Blatte.

Blattern, Kinderblattern. Ihr Ursprung ist noch nichtaußer allem Zweifel gesetzt. Nach der Sage einiger ArabischerSchriftsteller kamen die Kinderblattern und Maseru zuerst ausAethiopien um das Jahr 572 n. Chr. Geb. nach Arabien, und seitügo nach Aegypteu. Von da brachten die Kreuzfahrer dieselben nachEuropa, und als Marimilian l. einen Zug in die Niederlande that,nach dessen Beendigung die Lands Knechte oder Soldaten ihrenWeg durch Französische Provinzen wieder nach Deutschland nahmen,so wurden durch sie die Blattern im Jahre 1415 aus Frankreichtnerst nach Deutschland gebracht. AuS Europa kam diese Krankheitin das nördliche Asien und nach Amerika. Vergl. Inokulation,Kuhblatteru, Jeuner.

Blätterschwamm. Von allen übrigen Schwämmen unter-scheiden sich die B-S. dadurch, daß die untere Seite ihres Huts, derMvßtentheUS auf einem senkrechten Stiele steht, oder auch mit einerSeite an einem andern Körper fest sitzt, au« Lamellen oder Blätter»besteht, die wie Strahlen aus dem Mittelpnncle des Huts nach des-sen Peripherie hinlamen. Die einzelnen Gattungen sind oft schwerzu unterscheiden. Viele Gattungen zeigen sich auch in mancherleiSpielarten. Eine andere Schwierigkeit ist dre Verschiedenheit derGestalt, Größe und Farbe, die sich nicht nur in verschiedenen Altern