Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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309
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Blücher (von) königlicher Preußischer Generallieutengnt, Chefeines Husarenregimeats, ward 1179z bei der Rheinarmee angestelltund trug den lüten Januar 1744 einen ansehnlichen Vortheil bei Op-penheim über die Franzosen davon; zeichnete sich von neuem in derSchlacht vom Lgsten Mai und vom r gteu September bei Lepstadt aus zward hierauf Generalmajor und bei der Observalionsarmee am Nie»dcrrhem angestellt. Igor nahm er, im Namen des Königs vonPreußen, Besitz von Erfurt und Müblhausen. Er befand sich beidem Ausbrnche des Krieges im Jahr 180S auf dem rechten Flügel derPreußischen Armee, welche» der König in Person befehligte. Er sollden übereilten Angriff des General Möllendorf in der Schlacht vonAucrstadt getheilt und dadurch znr Niederlage beigetragen haben, wel-che der Herzog von Braunschweig abzuwenden suchte. Bei dem Rück-züge des Fürsten von Hohenlohe nach Ppmmern kommandirte Blücherden Haupttheil der Kavallerie und war durch die Entfernung, in derer sich immer von dem Fürsten hielt, mir an dessen Kapitulation becPreaziau schuld. Die Folgen des Jsolirens blieben nicht aus. Blü-cher sgh sich genöthigt, ins Mecklenburgische zu rücken, weil er vonStettin abgeschnitten war; und von da warf er sich in das Gebiet derfreien Reichsstadt Lübeck. Nach der Erstürmung von Lübeck am üteuNovember durch die Franzosen, kapitulirte er bei Travemünde am7ten November; die zufällige Gefangennehmung des Generals Vik-tor »eranlaßte die Auswechselung des Generallientenant von Blücher.Er wurde nach seiner Ankunft in Königsberg, an der Spitze einerAbtheilung, zu Wasser nach Schwedlsch-Powmetu gesandt» um Gtral-sund vertheidigen zu helfen, und überhaupt die Operationen der Schwe-be» zu unterstützen. Der Friede von Tilsit hob diese Bestimmungwieder auf. Nun war Blücher genöthigt, die Englisch - SchwedischePartei zu verlassen und ging mit seiner Abtheilung nach Preußisch-Pommern. Von da begab er sich nach Königsberg zum Könige, mitwelwem er späterhin nach Berlin zurückkehrte und im Kriegsdeparte-ment arbeitete.

. Blum (Joach. Christ.) wurde den 19. Nvv. 1739 zu Rathenaum der Mark Brandenburg geboren, wo sein Vater ein wohlhabenderKaufmann war. Er studirtc in Frankfurt unter Baum garten undverband sich dort durch die innigste Freundschaft mit Abbt undTöilnern. Nach Vollendung seiner Studien ging er nach seinerVaterstadt zurück, ohne eine bestimmte Carriere zu suchen. SeineMitbürger nannten ibn deshalb auch deu Müßiggänger, bis erseine vorrrefltchen Spaziergänge heraussab und sie dadurch über,zeugte, daß man auch ohne Amt auf eine nützliche Weise thätig undselbst beim Spazierengehen zum Besten seiner Mitmenschen beschäf-tigt stvn könne. Blum starb den 28. Aug. 1790. Mach kann ihnals Schriftsteller zunächst als einen eben so anmuthigen als lehrreichenProsaisten und leichten gefälligen Dichter rbarakterisireu. — Vonseinen Spaziergänge» erschien die erste Aufl. 1774. Die dritte 1785.Außer den Spaztergäng.u verdient auch noch sein Deutsches Sprich-wdrlerbuch. 2. B. 1780 u. 1782 bemerkt zu werden.

Blu m auer (Aloys) Dichter, geboren zu Steyer in Oestreichob der Eus den 21. Der. 175z. studiere in seiner Vaterstadt, trat»772 zu Wu'u in den Jesuitenorden, privatisiere daselbst nach derAushebung desselben, bis er als Censor angestellt wurde, welche Stelleer aber 1793 niederlegte, da er die Gräffersche Buchhandlung über-nahm, an der er schon seit 1786 einigen Antheil gehabt hatte. Er