Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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welche jährlich nach Europa kommen. — Im Jahr rzcro wurde dießLand von den Portugiesen entdeckt, welche sogleich hier ein heiligesKreuz aufpflanzten, und es daher S»»ir» Oruo« nannten. An-fangs sandte der Portugiesische Hof nur Verbrecher hierher, welchebald mit den dasigen Erzeugnissen ein n Handel anfingen, der aberauch bald die Eifersucht der Urbewohner erregte, woraus denn dieheftigsten Kriege entstanden. Durch Aufforderungen und Verspre-chungen des Königs von Portugal siedelten sich bald viele Menschenvier an, nahmen viele Landstriche weg, und so entstanden immermehrere Provinzen in Brasilien. Im Jabr 1540 sandte der Königeinen Generalqouvernenr hierher, der eine neue Landesverwaltung seinführen, auch eine Stadt, Sän Galvador, erbauen mußte. !Bald versuchten es nun auch andere Nationen, sich hier niederzulas- !sea, z. B. die Franzosen 155»; die Holländer 1624, welche letzt-re ^sich mit abwechselndem Glück hier bis isüi erhielten, wo es Portugslfür sich eroberte und auch behielt, eine Cölonie. S. Sacram nl aus-genommen, welche 1777 an Spanien kam. — In den neuesten Zeit-ereignissen, wo der Kronprinz-M-gent von Portugal in die travrigcKollision mit Frankreich und England kam, schiffte er sich im November1807 mit seiner ganzen Familie ein, und kam nebst 11,000 ausge-wanderten Portnaiesen, 15,000 Mann Truppen und der ganze»Flotte glücklich im Fedr. 1803 unter Englischer Bedeckung in Bra>fi lien an — ein Umstand, aus dem man für dieses Land sehr vor-theilhafte Folgerungen zieht, da eS dort noch so sehr an Bildungund nur noch an Aufmunterung und Unterstützung ftbit, und imGanzen auch die Bevölkerung noch sehr schwach ist (man rechnet kaumEine Million in diesem ungeheuern Erdstrich): dagegen dieses Bra-silien , das gegen die vereinigten Staaten von Nordamerika ein ivab-res Paradies ist, vielleicht nunmehro die Auswanderungen, diesonst nach Nordamerika geschahen , vielmehr dorthin leiten möcvle.

Brasilien holz, das dunkelrotbc Holz eines hohen und star-ken Baums in Brasilien, einer Provinz in Südamerika, besondersbei der Stadt Fernambuck und daher auch Feruambuck genannt, wirdzum Färben gebraucht.

Bratsche, eine größere Geige, auf welcher der Tenor midAlt gespielt wird.

Braun« u, eine wohlgebaute vnd etwas befestigte Stadt amFluß Jnn. In den frühern Zeiten gehörte sie zu Baiern. In demFrieden zu Teschen 1779 wurde sie an Oestreich abgetreten, und ge-hörte zu dem Innvirtel. Durch den Wiener-Frieden igoy kam !>ean Frankreich, und hierauf an das Königreich Baiern. Im I. 18Wgeschah unweit von Braunan den rü. April die Uebergabe Marie«Louiscns, als Verlobte des Kaisers Napoleon au den Französische«slebernahniskvnimissär, den Fürst von Neufcbatel. Diese Handlungging in einem eigens dazu errichteten Gebäude mit vieler Feierlich'keit vor sich.

Bräune, die. 1) Im Bergbaus, eine gewisse räuberische §rz-art, auch Vraunerz genannt; dann auch ein angeflogenes Wesen »«dem Gestein, von braunrotblicher Farbe, welches für ein gutes Zei-chen, daß sich reichhaltige Erze in der Nähe befinden, gehalten wird.2) Eine Krankheit am Halse bei Menschen und Thieren, bei welcherdie Luftröhre und der Magenschlund entzündet und braunroth wirdnaueds). Eine gefährliche Art derselben bei den Schwel-