Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Ära

wein«, insonderheit der Roggen angewendet, außerdem kann manaber auch au« allen andern gegohrne» weivigten Flüssigkeiten, z. B.au« den eigentlichen Weinen, aus Obstweinen, Honigweinen rc.Branntwein bekommen. Auch Weinttestern, Weinhefen, Zucker,kvrup. Bier, Mohrrüben und andere Rüden» Kartoffeln, Heidekernund selbst thierische Milch geben Branntwein; es versteht sich, daßalle diese Materien erst flüssig gemacht und in Gädrung gebracht wer-den müssen. — Die Vertahrungsart, den Branntwein zn brennenund das dazu gehörige Gefäße nebst übrigem Apparat kann man, dajetzt die Branntweinbrennerei cin Nahrungsjweig ist, wovon Tausendeleben, aus jedem Dorfe erfahren und sehen. Nach der ersten Abhe-bung uennr man Ihn Lütter; nach dem dritten Abziehen atzer,w» er um Trnnke zu stark ist, Weingeist. — Je reiner derBranntwein ist. desto weniger beträgt sein Gewicht und so umgekehrt.Um seine Stärke zu erfahren, bedient man sich eines hydrostatischenInstruments, das der Hauptsache.nach wie eine Bierwage oderSalz-spmdel (Arcometer) eingerichtet ist. Weizen gibt den meisten Brannt-wein, Hafer den wenigsten. In Weinlandern brennt mau ihn ausschhchtem Weine, in Ostländer» aus Obste, in Ostindien aus Reißund dem Safte der Cocusnüsse nvd andern Palmensafteu, eben daselbstund in andern Ackerländern aus dem Safte des Zuckerrohrs (Rumund Lafia) u. s. w. Den ausRvggen -ewonnnien nennt mauKorn- den aus Wein, Franzbranntwein. Aus dem gemei-nen Branntwein werden dnrchS Abziehen, Beimischung des Zuckersund verschiedener Gewürze, mancherlei Liquenre und Aquavite verfertigt,z.B-Citronen, Pomeranzen, Kümmel, Anis, Kalmus» Iimmt rc.Auf die Lebensart, den Handel und die Gewerbe der Menschen hardieses Getränk großen Einfluß. Der Branntwein ist sehr alt, dennStrabv führt aus dem Megasthenes an, daß dieJndier bei ihrenOpstrn Wein aus Reiß tränke», wahrscheinlich Brak. Die Araberund ihre Aerzte sollen ihn in Europa als Mittel gegen mancherleiKrankheiten eingeführt haben, daher kommt der Name Lgu» vir->»(Lebenswasser).— In den Apotheken wird er zu manchem Behufe,unter andern zn Ansziehung der Tinkturen aus Gummiharzen, diesich weder in Weingeist noch im Wasser ganz auflösen, gebraucht.

Brasilien, eine große, den Portugiesen gehörige Landschaftim südlichen Amerika. Es ist sehr fruchtbar, und bringt Saffran,Baumwolle, Krystall, Ambra. Balsam, Brasilien-oder Feruam-duckholz u. m. d. hervor; seine wichtigsten Produkte aber sind Dia-manten und das Gold. Letzteres wird meistens von Negersklaven aufdem Grunde der Flüsse und in den vvm Regen gemachten Grabe» ge-sucht; eben so werden auch die Diamanten, welche später als dasGold entdeckt wurden, gefunden. Der Brasilische Handel ist reichlichund uimmk immer zu. Außer den Ureinwohnern» den Brafiliern,welche sehr roh sind, wohnen auch ia Brasilien Europäische PorLugie-ft», Crcolen (oder solche, die von Portugiesischen Aeltern in. Dra-schen geboren sind) Mestizen (d. t. die von gemischter, Portugiesischer«nd Brasilischer Herkunft sind) und Negern (deren jährlich auf40— zovov dahin gebracht werden). Dies Land. das in der neuste«Zeitgeschichte wieder auf-ueue so wichtig zn werden anfängt., wirdgegen Norden durch den Amazonenflnß, gegen Süden durch den Pla»tastrom begränzt. Für Portugal ist es unstreitig von der größten^EsSkett, nvd die Einkünfte der Krone belaufen sich jährlich ausro Millionen Thaler. An Gold rechnet man auf »»Millionen Thaler,