Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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däcktig zu machen; man machte ihm sogar das Recht, seine Anklägervor Gericht zu stellen, streitig: und der Erbstarthalter ließ sich über-reden, daß, wenn der Herzog sich freiwillig in sein Gouvernementnach Herzvgenbusch begäbe, alle Unruhe» aufhören würden. DerHerzog gab endlich nach, und entfernte sich den 24. Mai 1782 insein Gouvernement: allein was er dem Statthalter gesagt hatte, ge-schah; der Pasquillantenstnrm fiel auf den Erbstatthalter, ohne denHerzog aus der Acht zu lassen. Er war geboren 1718 und starb 1788.Scdlözer hat in seiner meisterhaften Dertheidigungsschrifc: Lud-wig Ernst rc. die ganze Sache vor dem Richterstühle des Publi-kums geführt.

Braunschweig-OelS (Wilhelm Friedrich Herzog von), istder vierte und jüngste Sohn des «in 10. Nov. i8vü zu Ottcnscn beiAlton« verstorbenen Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand vonBraunschiveig - Lüneburg; geboren y. Oktober 1771, genoßer in der Folge mit seinem zweiten und dritten Bruder, die nur we-nige Jahre älter sind, gleiche Erziehung, bis dahin, daß die mili-tärische Laufbahn, für welche er bestimmt war, dem Unterrichte einelbefondere Richtung geben mußte. Sein Vater liebte ihn mit großerZärtlichkeit. Im Jahre 1785 ward Prinz Friedrich Wilhelm zumNachfolger seines OheimS, Friedrich August Herzogs von Oelsund Bernstadt, ernannt. Er ging seht nach Lausanne, wohin ihnder Bibliothekar Langer aus Wolfenbürrel, der auch den Erbprin-zen geführt hatte, begleitete. Er blieb 2 Jahre in der Schweiz, undwurde bei seiner Zuruckkunft als Kapitän in Magdeburg bei demLangefeldischen Infanterieregimente angestellt. Im Jahre 1790 er-hielt er den schwarzen Adlervrden. In dem im Jahre 1792 ausgc-drvchencn Kriege gegen Frankreich focht er in den Preußische» Heeren.Er gerieth am 27. November desselben Jahres bei einem Scharmützeltu die größte Lebensgefahr, ward dabei zwei Mal verwundet, undllitt an diesen Wunden lange Zeit. Nach dem Baseler Frieden er-hielt unser Prinz als Generalmajor das Äleistische Regiment.Im Jahre 1802 verband er sich mit der Prinzessin Maria ElisabethWilbelmine von Baden. Sein Barer, wie auch seine Mutter, bor-ten über diese Verbindung große Freude. Diese Ehe war sehr glück-lich. Zwei Prinzen, geboren >824 und I8oü, die noch leben, sinddaraus entsprossen. Im I. 1805 starb fein Oheim, und der Prinzwurde jetzt Herzog von Oels und Bernstadt. Im I. 1806nahm er an dem ausgebrochencn Kriege gegen Frankreich mir allemseinem Feuer Antheil. Er befand sich zuletzt bei demjenigen Corps,das unter Blücher stand. Er ward mit demselben bei Lübeck ge-fangen. Durch den im September desselben Jahres erfolgten Todseines ältesten Bruders, des Erbprinzen, und durch die zwischenseinen im Alter ihm vorgehenden zwei Brudern und ihm getrogeneUebereinkunft, wurde er nach dem am io. Ncv. zu Otrensen er-folgten Tode seines Vaters, zur Succession der herzogl. Braim-schweigischcn Lande gerufen. ImTil fiter Frieden wurde hierüberaber bekanntlich anders verfügt. Seit dieser Zeit lebte er mehre»-lheils zu Bruchsal. Hier starb ihm am 20. April 18c8 seine Ge-mahlin im 2ü. Jahre ihres Lebens. Seit dieser Zeit erfuhr maneine Zeitlang gar nichts vvm Herzog, bis zum Ausbruche des Oest-reichisch - Französischen Krieges, wo er in Böhmen ein Freicorps an-warb. Er trat nicht so früh auf, als Schilt, der bereits in Strai-stmv mitergeganven war, als der Herzog seine neue militärische rank-