Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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seine glücklichen Unternehmungen und Einverständnisse, die FestungMainz am 21. Oktober in seine Gewalc gebracht hatte, so war manbesonders auf die Wiedereroberung derselben bedacht. Der Herzogeröffnete daher mit den Oesireichern gemeinschaftlich den Fcldzug imJahre 179z am Obcr-Rheine, eroberte am 7. März die FestungKoni gfrein bei Mainz, und suchte nun die Eroberung der berühm-ten Französischen Festung Land«« vorzubereiten, zuder man abererst durch Eroberung der Weißenburger Linien sich den Weg bahne«mußte. Die Franzosen im Gegentheil, mm Landau zu entsetzen, un-ternahmen den 14. September einen allgemeinen 'Angriff von Stras-burg bis Saarbrück gegen Wurmser und den Herzog, der an die-sem Tage Gelegenheit hatte, mit dem nachher so berühmte«GeneralMoreau der Pirmasens (im Darmstädtischen) zu kämpfen undihm eine blutige Schlacht zu liefern. Die Franzosen wurden aus ih-rem Lager bei Hornbach verdrängt, und genöthigt, sich an dieSaar zurückzuziehen. Einen Monat spater gelang es dem Herzoggemeinschaftlich mit Wurmser am rz. Oktober jene berühmten Li-nien zu erobern und auf diese Art Landau immer näher zu kommen.Um bei der vorrückenden rauben Jahreszeit noch einen festen Stütz-punkt zu gewinnen, wagte der Herzog in der Nacht vom rü. und r?.November einen Sturm auf das Bcrgschwß Biksch, den Schlüsseldes Vogesischen Gebirges, welcher die Straße von Landau, Pirma-sens, Weißenhurg, Strasburg rc. vereinigt; allein dieser Versuchmißlang. Dagegen schlug er eine Kolonne der Französischen Mosel-Armee unter Hoche, die, um Landau zu entsetzen, durch das Ge-birge hervorzubrechen suchte, vom 28. bis zo. Nov. in einer blutiger»Schlacht bei Kaiserslautern. Allein die unaufhörlichen Angriffe,die Hoche und Pichegrü, ohne Rücksicht auf ihren Menschenver-lust, täglich unternahmen, und die Durchbrechung der Oestrcichische«Linien, die dem letzter», am 22. December bei Freschweilet a.«der Mvtter gelang, nöthigte die Oestreicher zum Rückzüge über denRhein, welcher zugleich den Rückzug des Herzogs bewirkte, derden» auch, da schon jetzt Mißverständnisse zwischen Oestreich undPreußen sich zeigten, seine Oberbefehlshaberstelle niederlegte. Mitseiner von jeher gewohnten Thätigkeit arbeitete er jetzt von neuemAr da« Wohl seines Landes bis zu dem unglücklichen Jahre i8oü.Hier, wo er bereits in das Greisenalter getreten war, hätte er un-streitig ohne Vorwurf sich den Skaatsgeschäften nach und nach ent-ziehen können; allein, weit entfernt, der Ruhe zu genießen, über-nahm er jetzt Lasten, die über seine Kräfte waren. Noch zu Anfangedes Jahre« 1306 (zo. Jan.) machte er in Auftrag des Königs vonPrevßcn eine Reise »ach Petersburg, die unstreitig schon auf denbald nachher ausgebrochenen Krieg mit Frankreich Bezug hatte, undvon der er am 24. März zurückkehrte. Man vermuthete jetzt geradedas Gegentheil, und erwartete, daß diese Reise etwas znr Wieder-herstellung des allgemeinen Friedens beitragen würde. Schon hoffteman, daß die seit dem Jahre 180z etwas gestörten freundschaftlichenVerhältnisse zwischen Frankreich und Preußen ganz wiederhergestelltseven, zumal da Preußen und England einander feindselig zu behan-deln anfingen; allein plötzlich brach zwischen Frankreich und Preußender Krieg aus, und dem Herzoge wurde die Oberbefehlshaberstelleüber die Preußische Armee aufgetragen. Von ibm erwartete man,baß er den alten Kriegsrnhm dieser Armee gegen Frankreich behaup-ten wurde. Schwerlich gab es aber je eine Hoffnung, die mehr ge-