Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
Seite
369
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^ Klöster, katholische und seit I8H protestantische Universität, welchev letztere von Frankfurt an der Oder hierher verlegt wurde, rr katho-

' lische Schulen, 2 lutherische Gymnasien und r Schulen, die refor«

^ ! mirte Friedrichs-Schule, Stadt- und Landschulen-Seminarien, chi-rurgische Schule, Hebammen-Schule, Provinzial-Kunst-Schule,

^ Provinzial-Ban-Schule, jüdische Friedrich- Wilhelms - Schule rc.

! Schlesische Gesellschaft für vaterländische Kultur, 14 Bibliotheken,

' ^ 5 Münz - und 5 Kunst-Sammlungen, Naturalien-Sammlungen rc»l l Sitz der Landes - Collegien, des Oberlandesgerichts, Regierung rc.^ Sitz- und Kattundrucherei, Wollzcug-, Seide-, echt Türkische Garn-,

- Nähnadel-, Zucker-, Tuch-, Leder-, Kattun-, Spitzen- und Kan-

- j ten -, Steingut -, Farben -, Tabaks -, Krapp -. Lakir - und Spiegel«

^ ! Fabrik; Glasschleiferei, Salpeter - und Potaschflederei; Scheideivas»' ser-Brennerei; Wachsbleiche, Töpfergeschirr. Wichtiger Handel, r

> Messen, königliches Bank-Comptoir. Die Einführe wird auf

r und die Ausfuhr auf 17 Millionen Thaler berechnet, ry Hospitälcx,Waisenhäuser rc. Im I. 1741 kam diese Stadt unter Preußische

> Botmäßigkeit, und Friedrich n. bestätigte ihr nach erfolgtem Friedetr

' nicht nur ihre Privilegien, sondern machte sie auch zur dritten Stadt

> seines Reichs. Den 22. Nov. 1757 wurde sie von den Oestreichs»

' eingenommen, aber nach der Schlacht von Leuthen mußte sie sich

' am 20. Dec. wieder an die Preußen ergeben. Im August 1760 würd?

> sie vom General Laudon wieder berennt, jedoch ohne Erfolg. — Im

l I. igoü traf die Stadt eine abermalige Belagerung von den Baieri-

l scheu und andern Truppen des Rheinbundes, und sie ging am 7. Jan»

1807 durch Kapitulation über. Durch den Lilsiter Frieden kam dip,Stadt an Preußen zurück.

Brest, eine wohlbefestigte Stadt in dem ehemaligen Bretagne,jetzt der Hauptort eines Arondissements im Departement Finisterre,

> Sie hat zo,000 Einwohner. Das Wichtigste dabei ist der große Hai»fen, und die vorliegende Rhede, auf welcher zoo Kriegsschiffe mit»oller Sicherheit liegen können. Hier liegt immer eine von den größ-ten Französischen Flotten, daher der Hasen ein beständiger Gegen-stand der Aufmerksamkeit für die Englische Marine ist. Die Fische-reien sind hier sehr bedeutend, besonders der Sardellen - Fang.

Breteuil (L. A. Le Tonnelier, Baron von) Blaucordon, Mal»theserrilter, Feldmarschall. Er war dreißig Jahre lang in der diplo-matischen Karriere angestellt; anfangs als bevollmächtigter Ministerbei dem Kurfürsten von Cöln; hierauf in dem nämlichen Charakteram Russischen Hofe; sodann nach und «ach alS ernannter Botschaf-ter in Schweden, in Holland, zu Neapel, zu Wien und auf demKongreß zu Teschen. Hauptsächlich von seiner Gesandrschaft in Wie»an, kann man seine Anhänglichkeit an die Königin Marie Antvinetterechnen. Als Minister und Staatsseretair zeigte er sich als einen derefrigsten Vertheidiger der Monarchie; von !7sy an wurde er als einerder erklärtesten Revolutivnsfeinde betrachtet, was Einige verwunder-te, die sich erinnerten, daß Breteuil aus der Bastille und andern Staats-gefängniffen eine Menge Personen in Freiheit hatte setzen lassen, wel-che auf Befehl seiner Vorfahren verhaftet worden waren. Nach demig. Juli entging er nur durch eine schleunige Flucht dem SchicksaleFoulons. Ludwig XVl. übertrug ihm 1790 einige geheime Unterhand-lungen an den vorzüglichsten nordischen Höfen. Der Konvent liesteinen Anklagsbeschluß den sz. Oktober » 79 » gegen ihn ergehen.«rstrrVsnd. As