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der Rache des Volks zu entgehen, daS ihn verabscheute. Allei»Brienne bewarb sich im fernern Laufe der Revolution eifrig umdie Volksgunst, und war einer der erste» Bischöfe, weiche den Büt-gereid ablegten. Der Papst machte ihm hierüber in einem Schreibe»m>m 2Z. Febr. 1791 die bittersten Vorwürfe; allein Brienne achtetewenig darauf, und schickte ihm den Cardinalsbnt zurück, um wenigerabhängig von ihm zu seyn. Dieses kriechende Buhlen nach d,-r Gunßder herrschenden Partei beweist hinlänglich, daß der Charakter diese-schwindsüchtigen Prälaten nicht der beste gewesen seyn muß. Er würbeauch späterhin eingekerkert, und soll sich 1794 im Gefängnisse stießermordet baden.
Brigade, die, heißt beim Deutschen Militair ein Theil einerArmee, aus mehreren Bataillons Fußvolk (etwa vier) und mehre-re» (etwa sechs) Escadrons Reiterei bestehend: daher der Bri-sgadier, ein Officier, der eine solche Brigade kommandirt. 3 »der Franz. Kriegs-Terminologre heißt Brigade bei der Franz. Ka-rr allerie eine Korporalschaft, und bei der Infanterie ein Re-giment von zwei Bataillons; beiden Sappirern eine Abtheilungvon sechs Mann; bei den Donaniers eine dergl. von derselbe»Stärke. Brigadier heißt bei den Franz, ein Korporal von dnCavallekie; und bei der Infanterie und im Allgemeinen ein General-mafor oder Oberster, der eine Truppenablheilung komzuandirt, Bki-gadcgeneral.
Briggs die. Eine Art Ruderschiffe im mittelländischen Meere.Dann auch >edes zweimastige Kriegs - und Kauffartbeischiff welcbcieinen großen und einen Fockmast mit Stengen und Brainstengen füdrl«nd dessen großes Segel ein Baum - oder Girksegel ist. Man sprich!und schreibt auch Brick.
Brigitten-Orden, der, ward von der Schwedischen PrinzessinDrigitta im J. 1Z44 gestiftet. Nach dem Willen der Stiften» sollren iajedem KlostK üo Nonnen und 2z Mönche seyn. Durch die Reforma-tion hat dieser Orden aufgehört. Es bestehet aber noch in Spann»ein Orden gleiches Namens, in welchen bloß weibliche Mitgliederaufgenommen werden.
Brillant, der, heißt ein geschliffener, oben und unten mitetlichen Reihen gebrochener Flächen (Fassetten) versehener Diamant,daher brillantiren, einen Diamant auf diese Art schleifen.
Brille. Dieses Hülfsmittel, das Sehen zu erleichtern, ge-hört unstreitig zu den nützlichsten und wohlthätigsten Erfindungen.Die alten Griechen und Römer wußten nichts davon. Im zwölftenJahrhundert findet man von einem Arabischen Schriftsteller, A lba-zen, einer Entdeckung derselben erwähnt, die zur Erfindung der
Brillen führen könnte. Am Ende des dreizehnten Jahrhunderts red»
Roger Vaco davon. Die eigentlichen Brillen müssen 1280 und?Zii erfunden worden seyn. Ein-ge schreiben den Ruhm der Erst»-düng der Brillen dem Florentinischen Edelmanne Salvino degli 'K-mati, oder einem Prediger Mönche, Alerander de Spina zu. D»Entscheidung ist bestimmt schwer. Die Gläser, welche zu ein»Brille dienen sollen, sind etwas erhaben geschliffen und haben de«Zweck, den Fehler der Weitsichtigkeit zu verbessern. Die Weitsichtig-keit besteht darin, daß in Vergleichung mit der zu schwachen Br.äMgdurch die Kristalllinse die Markhauc nicht entfernt genug liegt, umdie Bilder naher Gegenstände aufzunehmen. Die Punkte. naher Ge-genstände senden nämlich auf den Augenstern Strahlen, welche stakt