Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
Seite
373
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Bri z/z

divergiern, deren Verrinigungspnnkt also weit hinter der Kristalllinseliegt; daher sie die allzunahe Markhaut erreiche», noch ehe sie sich»er inigt haben. Erhaben geschliffene Glaser vermindern nun dieseDivergenz der Strahlen; daher wird das Vorhalten einer Brille dreVereinigungspunkte der Strahlen von nahen Punkten weiter vor-wärts und der Markhaut des Weitsichtigen näher bringen und ihm«lso das deutsche Sehen naher Gegenstände erleichtern.

Briseis. Dieses aus der Jliade bekannte Frauenzimmerwar des Brises Tochter Hippodamia. Sie vermalte sich an den Kö-nig Mynes von Lyrnessus, fiel aber bei der Eroberung dieser Stadtdem Ach illes zur Beute zu. Allein vor Troja nahm sie dem Achil-les Agamemnon wieder ab, weicher Verlust dem jungen Helden soschmerzlich war, daß er ein ganzes Jahr nicht aus seinem Zelte ging,bis sie ihm, nach dem Tode Leö Parrokius, Agamemnon wieder gab.

Brissot de Warville (I. P.), geboren den igten Jänner1754 , in einem Dorfe bei Chartres, wo sein Vater Koch und Spei-sewirth war. Eine kleine Besitzung, die sein Vater in diesem Dorfegekauft hatte, gab seiner Eitelkeit Gelegenheit, sich den Beinamend'Ouarville, den er nachher in England in de Warwille umänderte,beizulegen. In seinem Losten Jahre hatte er schon mehrere Schrif-ten herausgegeben, von denen eine im Jahre 1784 ihn in di Bastillebrachte. Madame Gcnlis sagt in ihren Memoiren, daß sie es war,die ihm durch ihren Einfluß bei dem Herzoge von Cbartces seineFreiheit wieder verschaffte. Er heirathete eine Person aus dem Hauseder Madame von Orleans und ging hierauf nach England. Hier lebteer als Spion :m Solde des Polizeilienteuant von Paris, beschäftigtesich zu gleicher Zeit mit Literatur und machte den Versuch, in LondoneinLiceum zu errichten. Er war aber damit nicht glücklich und kehrte»ach Frankreich zurück. 1788 ging er nach Amerika, wie man sagte,damit er die Grundsätze der Demokratie studiren sollte. Nach seinerZurückkunfr gab er ein Werk über die vereinigten Staaten heraus.Entschlossen, eine Rolle in der Revolution, die eben damals einge-leitet wurde, zu spielen, ließ er bei der Zusammenberufung der Ge-»eralstandeversammlnng einige Pamphlets und hierauf das Journal,°en Französischen Patrioten, in Paris erscheinen. Als sich un Julii 78 y die Gemeine von Paris bildete, ward er Mitglied davon. Erwar einer der Hauptanstifter von dem Ausstände auf dem Marsfelde,wo mau die Absetzung Ludwigs XVl. und eine republikanische Ver-fassung verlangte, und weil Lasapette es war, der die Zusammenge-laufenen auseinander treiben ließ, so betrachtete er ihn, von der Zeltan, als seinen Feind. Den Listen April kam der König in die Ver-sanimluntz und schlug die Kriegserklärung gegen Oestreich vor, welcheseinstimmig angenommen wurde. Den yten Juli sprach er mit Hef-tigkeit gegen den König.von Preußen, und denuuzirte Ludwig XVI.dlc Minister und Generale, namentlich Lafayette. Den loten Aug.ward das neue Ministerium beinahe lediglich aus seinen Parteigän-gern zusammen gesetzt. Als Mitglied des Konvents blieb er an derSpitze des diplomatischen Ausschusses, in dessen Namen er auf denKtteg gegen England und Holland antrug. Bei Ludwigs XVI. Pro-reß veriuchte er den Urtheilsspruch in die Gewalt des Volks zu bnn-ge», votirte hierauf seinen Tod mit Aufschub der Vollziehung, bisdlc Konstitution von den Pnmitivversammlungen genehmigt seynwurde. Doch' mitten im Strome der Revolution untergrub sich nn-merkllch seine Partei. Nach mehrern Anklagen führte ihn den 28.