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.tesaß Mainz allein eine Buchdruckerei, aber bald wurden mehrere an-gelegt. Die Gelegenheit zur Verbreitung der Druckereien gab dieEinnahme pon Mainz durch den Erzbischof Adolph, welche am 2?.Oktober 1462 geschah, bei welcher Gelegenheit sich viele voo Faustsund Schviffers Druckergescllen zerstreuten. Im I. 146z harte derBuchdrucker Heinrich Rumel in Nürnberg schon das Bürgerrecht,welches in den nächstfolgenden Jahren mehrere Buchdrucker daselbstbekamen, man hat aber noch keine in diesen Jahren in Nürnberg ge-druckte Schrift entdeckt. 1466 druckte Joh. Mentel in Stras-burg; in eben diesem Jahre druckte Hans Bemler in Augsburg,«0 auch Günther Aainer aus Ncutlingen 1468 eine Druckerei errich-tete; -470 wurde die erste Druckerei in Friaul zu Cividat d'Austriaangelegt; ferner zu A-l» durch Peter von Olpe und zu Nürnbergdurch Heinrich -Rumel und Fr. Crausner; 1472 zu Speier, durchPeter D räch und zu Ulm durch Joh. Zain er aus Neuklingen; 1474die erste im Mecklenburgischen zu Rostock; 1475 zu Lübeck durch Lu-laS Grandis von Schaß; 1480 zu Leipzig durch Konrad K a-chelofen und die erste in Böhmen zu Prag, die Eiuige aber erst insJahr 1488 setzen; 1481 zu Liegnitz und Olmütz; 1488 die ersteim Brandenburgischen zu Stendal; 1493 zu Wien dupch JohannWinter burger.
Buchdruck er knnst, ist bei den Sinesen am ältesten. Ver-muthlich haben sie sich der in Holz geschnittenen Buchstaben bedientoder vielmehr der Sprawcharakkere, die man schwärzte und abdruckte,welches anfangs aus Leder geschah. Diese Druckerei geschah zur Aeitder Regierung des sinesischen Kaisers Wstwang, welcher 1084Jahre vor Christi Geburt lebte, hieraus ist auf das Alter der Erfin-dung der Buchbrockerknnst bei den Sinesen zu schließen. Die Ja-paner schreiben sich diese Erfindung zu und streiken sie den Sinesenab. -Beide schreiben die Schriftzüge auf feines durchschnittenes Pa-pier, kleben diese Schrift auf eine Holztafel und schneiden nm dieSchriftzüge herum das Holz weg. Hierauf reiben sie die Tafelnmir einem in Druckerschwärze eingetauchten Büschel oder Bürste vor,Baumrinde, legen das Papier darauf und fahren mit einem andernweichen Büschel darüber weg, dann ists abgedruckt. Bei den Gri c-chen findet man, außer daß sie zu Zeiten des Platv Siegel mit ge-gossenen Buchstaben brauchten, weiter nichts, was mit der Buchdruk-kerkanst Achnlichkeit härte. Die Römer hatten zwar messingeneStempel von einzelnen Buchstaben, wie man auf den Lampen von ge-brannter Erde noch wahrnimmt, welche zu Venedig und im herculani-schen Muses zu Porti« aufbewahrt werden, auf welchen Buchstabe«einzeln und ungleich abgedruckt sind, aber von der Kunst Bücher zudrucken wußten sie nichts. Die Chinesische Buchdruckerkunsr war denDeutschen ganz unbekannt, als sie die Erfindung derselben machten,man kann sie daher mit Recht als die eigenen Erfinder davon betrach-ten. Die Kunst Bilder in Holz zn schneiden, bereitete sie darauf vor.Dies versuchte man nun auch mit der Schrift, anfangs mit einzelnenWörtern und Ueberschristen der Bilder, dann auch mit ganzen Sei-ten Den in Hslztafelu und druckte sie auf Papier ab. Einige habenzwar den Lorenz Cöfter aus Harlem zum Erfinder der Buchdruk-kerkunst machen wollen , allein der wahre Erfinder war Johann vonborgen loch, genannt Gännsfleisch, den man auch Joh. Gutlen-berg nennt (geb. zu Mainz 1401). Zu seiner Zeit wurden nicht nurdiele Holzschnitte mit Schrift, Mhksn such ganze Bücher von Holz-