Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Z9§ Buch

tafeln abgedruckt', in die man die Schrift einschnitt. Dies Verfah-ren war nicht nur langweilig, sondern auch ko var, denn nach gesche-henen Abdrücken konnten die Tafeln nicht m hr gebraucht werden unddie Bücher blieben deswegen'immer rbeuer. Guttenbcrg, derI4zo von Mainz nach Htrasbupg zog, dachte über diese Sache nach,schnitzte aus Holz von gleicher Größe Buchstaben, setzte sie zusammenund druckte sie ab, wobei ihm der Vortheil blieb, solche nach demGebrauch wieder auseinander nebmen zu könne» und zu einem neuenAbdrucke zu gebrauchen. Dies that er auch in Blei, doch beide wider-standen dem Drucke der Presse nickt lange und er brachte kein schöngedrucktes Blatt heran-, igzy war die Buchdruckerpresse erfunden.Guttenbcrg zog wieder nach Mainz und machte da Bekanntschaftmit einem reichen, aber gewinnsüchtigen Goldschmidt, Namens Job-Faust. Beide errichteten lgzo die erste typographische Gesellschaftoder Mitverlag. Peter Schösfer, ein Geistlicher auS Gernsheim,ein geschickter Zchreieer, wurde als Gehülfe angenommen. Schös-fer erfand die Kunst, die Lettern zu gießen, welche Gürtender-mühsam und mck Kosten geschnitten hatte. Au» diese Lettern, nochaus Blei und Zinn gegossen, widerstanden dem Drucke der Pressenicht. Jetzt erfand Faust und Schösfer ein Gemisch von Metallen,das der Presse Widerstand leistete. Faust hatte Guttenberg Geldvorgeschossen, wovon letzterer die Zinsen nicht abtrug. Da nun er-sterer sah, daß jetzt der Gewinn bedeutend werden könnte, bracherMit Gultenbergen auf einmal ab und gabS ch d fser n seine Tochter zurFrau. 1457 vollendeten Faust und Schösfer das erste Buch mitIahrrSzabl. Drnckort und dem Namen der Buchdrucker, nämlich derlateinische Psalter auf Pergament gedruckt, zum Gebrauche im Chöre.Die Ling.iocen waren bineingeschrieben und 288 Anfangsbuchstabe»in Holz geschnitten und mit Farben gedruckt. 1462 druckte Faust diezwecke latekyiiche Bibel und reisete damit »ach Paris. Ein von denMönchen abgeschriebenes Bibel-Erewplar kostete 4 —;oo Kronen.Faust gab anfänglich ein gedrucktes Bibel- Eremplar für 60, späterhinfür Zv Krön- n. Dadurch schnitt Faust den Mönchen einen beträcht-liche,» Nah! ungSzweig ab, weshalb sie ihn für einen Schwarzkünstlerund Ten''clsba'.iner auS-ckneen. Faust reiste abermals nach Parisund starb das lbst an der Pest. Die Antiqua, eine Art lateinischeraufrechistehcnden Buchdruckerschriften, brachten 1467 Aru. Pannarzund Conr. Sch wein beim in Rom auf. Guttenberg starb iMzu Mainz, ohne die Früchte seines Fleißes »nd seiner Kunst genossenzu haben. tZZ8 brachte Ioh. Neudörfer der Aeltere die rechteMasse der zierlich' n Deutschen Schriften hervor. Unter die Künstler,weiche sich im achtzehnten Jahrhundert entschiedene Verdienste nm dckVervollkommnn» und Verschönerung dieser Kunst erworben haben-ge-hört besonders Didot in Paris, Baskcrville in Birmingham,Bodoni in Parma, Breitkopf in Leipzig, Jbarra in Madridund Unqer in Berlin. Bergs. Stereotypen.

Buchdruckerpresse, ist ein Werkzeug, worin die geordne-ten L ttern gesetzt, mit Schwärze überzogen, hierauf mit einem Bo-gen Papier überlegt und dann durch den Druck auf dasselbe abgedrucktwerden. Vor ihrer Erfindung druckte man die Holztaftln mit einemR'iber von Dorn ab. Statt dieses Reibers erfand Gntttenbergdie Buchdrucker-Pr-sse, « Icke Konrad Sasbach verfertigen mußte.Man v"imnthet, daß sie um 14Z6 erfunden wurde. In Frankreichkannte man sie I4Z8 noch Nicht uud Karl vn. schickte erst Jemanden