Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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397
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Buch Z97

aach Straßbnrg, um die Vuchdruckerkunst daselbst zu erlernen. DerNürubergische Mechanikus Ltvnhard Danner brachte 1550 zuerst diemessingenen Spindeln an derselben an, wozu ihm die Erfindung derBr-chschranbe Veranlassung gab. I» neuern Jetten sind mannigfaltigeVerbesserungen der B- -P. erfunden worden.

Buchdruckerschwärze, eine schwarze Farbe oder Firniß, des-sen man sich zum Drucken der Bücher bedient. Anfiings druckte Gnt-tenberg mitSchreibdinte, dann bediente er sich des Lampenrußes,womit noch der Donat gedruckt wurde. Erst um das Jabr 1450rrfanden Faust und Schoiffer die Buchdruckerschwärze, welche auSKlenruß und starkem Firniß bereitet wird. In »ernrn Jetten wirddie Pariser Schwärze als die vorzüglichste betrachtet und man bedrcutsich derselben vielfach auch in Druckereien außerhalb Frankreich.

Buche, gemeine, oder Rothbuche. Die gemeine Buche ge-hört zu den nutzbarsten Europäischen Waldbäumen. Sie erreicht eineHöhe von 70 bis 8o Fuß, und nickt feiten eine Dicke von 2^ Fuß.Ihr glatter, runder Stamm, hat eine weißlich araue Rinde undbreiter sich oben in großen, dichtbelaubten Aesten und Zwe.gen au«,die eine majesiäüiche Krone bilden. Nach 120 bis 140 Iahten harder Baum s-in ganzes Wachsthum erreicht, wird aber über 400 Jahrealt. Diese Buche wächst in allen Ländern Europa'«. I" Deutsch.andgibt es ganze Wälder davon und eben so in Nordamerika. IhreFrüchte sind unter dem N»meiiBüchcln oder Bucheckern bekannt. Siehaben eine dreieckige Figur und eine braune Schale. Wenn sie reifsind, öffnet sich die Schale und läßt die Früchte fäll n. Das Markder Bucheckern bat einen angenehmen fußen Geschmack, fast wieHaselnüsse und kaun auch von Menschen genossen werden, doch er-regt der Genuß in M-nge üble Anfälle. Für Schweine und andereThiere sind die Bucheckern eine trefliwe Nahrung, auch die Döqel ge»meßen sie. Das daran« geschlagene Oel bekommt besonders dann ei-nen süßen Geschmack, wenn die vorher sorgfältig getrockneten Früchterein abgeschält werden, bevor man sie auspreßt. Aus ivo Pfund vor-der gereinigter Bucheckern hat man schon rz Pfund Oe! erhalten.Dieses wird in Frankreich , in der Pfalz und in andern Landern stattOlivenöls zu Speisen uud in England zum Waschen der Wolle ge-braucht. Aom Brenne» ist es gleichfalls vortreflich uud der Rückstandgibt ein gutes Viehfutter. Puder und Starke kann mau ebenfallsaus den Früchten der Rvthbuche bereiten. Das Holz dieser Bucheist znm Brennen vortreflich. Juni Bauen wird es weniger gebraucht,desto mehr aber zu Tischler- W-raner- Drechsler- und Müllexarbcl-ten, ob e« gleich leicht rissig und vom Wurme angegriffen wird. Sei-finsiedereien uns Giasfabrtten Ick-äse» die Asche dieser Buche sehr.Die Kohlen sind für das Hüttenwesen die brauchbarsten. Die Spanedienen zur väuierung des Weins und die trockenen Blatter besser alsStroh i„ Marrazen. Man pflanzt diesen nützliches Baum am b- stendurch Samen fort, der zu Ende des November« und December« auf«"E nicht zu trockenen und leichten Boden ausgesäet wird. DieStämme schlagen bis zum «reißlvste» Jahre wieder au«. Alte Bäumewerden leicht hohl und kernkaul.

Buchführer, Buchhändler(V?rlags-) beißt jener, der Bücherauf seine Koste» drucken, läßt und hernach damit handelt. Anfangswaren die Buchdrucker auch zugleich Buchhändler, welches Fe-usr-nS««spiel, oer der erste Buchhändler war nnd seine gedruckten Buch e«»« Paris zum Verkauf brachte , beweiset. Zu Ansauge des sechs-