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viel geschwinder läuft «ud bei der.geringsten Betastung zerdrückt 1
wird. Dies hielt mau sonst für eik vollkommenes Jnsect und nannte S
es Holz - Bücher- und Papier < Wurm. Man hatte schon längst be- e
merkt, daß dieses Thierchen (und zwar bei.de Geschlechter) zur Zeit f
der Begattung einen klopfenden Ton HLren lassen, der einigermaßen .dem Schlage einer Taschenuhr gleicht und besonders bei nächtlicherWeile gehört wird. Dies Klopsen halten viele sür eine Vvrbederttunz k
«nd beißen es Todtcnuhr. Das Hauekäferchen verursacht >in mit l
heftigeres Klopsen. Neuere Erfahrungen haben gelebrr, daß iü-> Ab- l
cherlaus in dein Zustande, wie man sie gewöhnlich in alten Papreren >
findet, nichts als eine Larve sey, die sich in eine Nymphe oder Puppe >
verwandelt und dann erst als geflügeltes Jnsect erscheint. Als sei- !
ches gehört es zu den Florfliegeu oder Hemerobien. Danm ! I
diese geflügelten Inletten so selten steht, so müssen sie vermuthlich iaihrem vollkommene« Zustande nickt lange leben. I
Büchermalerei, ist die Kunst, die Anfangsbuchstaben der lBücher, ihrer Kapitel und Abschnüre mit Farben und Gold künstlichauszumalen und die Bücher mit Bildern zu zieren. Künstler, die ,
dieses verstandön, wurden Miniatörcn, Jlluministen genannt. Ma» >
druckte zu dem Ende die Buchstaben mit Holzformen vor, um ße l
leicht ausmalen zu können. Zu den Zeiten vor der Erfindung der I
Buchvruckeriunst, wo man viel auf kostbare Abschriften hüllt, wurdediese Kunst am stärksten getrieben. Eins der ältesten Denkmäler dtt- Iselben ist der Virgil auf der Vatikan - Bibliothek mit Bildern, die im ieilften Jahrhundert gemalt sind. >
Bucherpriv ilegi um, ist die ausschließende Freiheit, welcheeine Obrigkeit einem Buchsührcr oder sonst Jemanden über den Wer- l !lag eines Buchs ertheilet. Das älteste Bücherprivclegium, das man i cbis jetzt kennt, gab Heinrich Bischofs zu Bamberg im Jahre >I4--O. Das älteste Venetianische ist vom Jahre 1491. In Polen !waren sie um i zoo gebräuchlich; das älteste Päpstliche ist von izoz.
In Frankreich findet mau dergleichen von 1507. Das erste Kaiserlicheistvonizlo.
Bücherverb 0 t, ist ein Gesetz oder Befehl, wodurch der Be-sitz, das Lesen und die Ausbreitung gewisser Bücher untersagt wird.Wenn man voraussetzen könnte, daß alle die Bücher verboten gewe-sen waren, welche verbrannt oder dessen Verfasser bestraft wurden,so wären die Bücherverbore sehr alt. Diagoras mußte aus Metzfliehen, weil seine Schriften der Religion zuwider waren, sogar aufseinen Kopf wurde ein Preis gesetzt. P lato, der um das Jahr ZZ84lebte, verbot den Lehrmeistern solche Bücher zur Unterweisung ihrerGcküler zu gebrauchen, worin der Religion gespottet wurde. Pro-tag 0 ras Schriften, eines Schülers des Democritus, wurden zuAthen verboten und verbrannt. Augustus ließ mehr alseccoo aber-gläubische Schriften und die Bücher des Labienus'verbrennen. Eule-pins erzählt, daß Diocletian die Bäcker der Christen verbrenne«ließ, welches auch Julian der Abtrünnige that. Gegen ZeZperdamaile dasNicäcsche Concilium die Lehren des Artus und Son-st ant in, nnd ließ dessen Bücher verbrennen. Ebenso verfubrTheo-slus Ik. mit den Schriften des Nestorins, dessen Lehren gegen4Zl auf der Kirchenversammlung zu Ephesus verdammt wordenwaren. ..
Bücherverzeichnis, vorzüglich ein gedrucktes Verzew-mß von Büchern, welche heraus kommen sollen, oder welche schon her-