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dem, welche daher oft eigentliche Jagd auf sie machen,'um Sklavenzu erhalten. Doch entlaufen sie oft, weil sie das Hüttenleben has-sen und ein unstetes und unabhängiges Leben vorziehen.
Büste, ein Brustbild; das Bild und besonders das in Mar-mor, Gips oder eine andere Masse erhaben geformte Bild einer Per-son vom Kopfe bis an oder unter die Brust. Man hat zu unter-scheiden idealisirte Porträts, reine Porträts und idcalische Kopfe.Der Büsten sind aus dein Alterthum eine große Anzahl auf uns ge-kommen; aus Rom und Italien schreibt sich das Meiste, ausGriechenland das Wenigste her. Sie sind aus verschiedenen Massengearbeitet, die meisten aus Marmor. Wichtig waren die bronze-nen, welche man in Kerkulanum sand. Meist findet man sie ohneAugen. In Museen und ähnlichen Sammlungen hat man sie auf-bewahrt und von diesen Abbildungen veranstaltet.
Butler (Samuel), geb. 1612. Der berühmteVerf. des Hü-ll ib ras, (erschien zuerst 166z u. 64) einer komischen Epopee, woriner die Crsmwellische Partei, mit eben so vieler Laune als Bitter-keit pcrfiflirte. Dieses lo; xoe-m wurde von den Royalisten mitgroßem Beifall aufgenommen. Karl der ste soll es häufig citirt,ja gar auswendig gelernt haben. Und doch ließ er den verdienstvol-len Derf. in Armuth und Elend schmachten. 1688 erschien ein drit-ter Theil, der aber das Ganze noch unvollendet ließ, so daß manüber den Plan des ganzen Gedichtes nicht urtheilen kann. ZweiJahre nachher starb Butler. Nach Johnsons Urtheil ist der Hu-dibras eines von den Werken, woraus die Nation stolz seyn kann.i Die Bilder sind national, die Gedanken uncrborgt und unerwartet,md die Diktion ist durchaus originell und eigenthümlich. Der Heldder Epopee, Hudibras, ein presbyterianischer Friedensrichter,' durchzieht in seinem heiligen Eifer das Land, um Aberglauben z«verbaunen und Mißbrauchen aller Art zu steuern. Ihn begleitetRalphs, ein zänkischer und starrköpfiger Jndependent, Wem fal-len hier nicht Don Quirvtt und sein Escudero Sancho'Pansa ein?Wirklich entlehnte B. die erste Idee zu seinem Werke aus dem Mei-sterstücke der Spanischen Literatur. D. W. Soltau hat die Mi-stige mit einer vortrefflichen Deutschen Uebersetzung bereichert.
Butter. So heißen die fetten, ölichten und verbreunlichen'Theile der thierischen Milch. Sie befinden sich zerstreut zwischenden käsigen und wässerigen Theilen derselben und erhalten sichMischen ihnen vermittelst eines leichten Zusammenhanges schwebend,ohne sich aufzulösen und mit den übrigen Theilen der Milchsubstanzi» vermischen. Aus diesem Grunde scheiden sich auch die Butter-theile, wenn man die Milch ruhen läßt, und setzen sich als Sahneoder Rahm an der Oberfläche an. Die Sahne oder der Rahm derMilch ist In der That nichts anders, als wahre Butter, nur sind«och zu viel käsige Theile und Molken dazwischen, welche verhin-dern, daß die Buttertheile nicht nahe genug an einander treten unddie gleichartige Masse bilden können, welche in der Sprache desgemeinen Lebens Butter heißt. Dieß geschieht erst, wenn mandurch wiederholtes Stampfen und Schlagen die fremdartigen Theilevon den Buttertheilen absondert. Frische, reine Butter besitzt fastS»r keinen Geruch, aber einen sehr milden angenehmen Geschmackund zerfließt bei der gelindesten Wärme. Die halb feste Konsistenzder Butter rührt von der Saure her, die mit ihren »lichten Thei-le» verbunden ist, die man aber, so lauge die Butter frisch ist, wer