Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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gentliche» Ruhcpunkt, den man auch die Casur des Tonschlussesucnnt, und wcl.de wieder in den Niederschlag des Taktes fallt. Da-mit das OÜr das Gefüllt völliger Beruhigung erhalte, muß die Mo-dulation der Töne wieder in den Hauptton zurückgeführt werdenund mit dem harmonischen Dreiklan? auf dem Grundtone endige».Kommt derGrundton auf den Dreiklang einerNebentonart, in welcheman ausgewickeu ist, so entsteht eineHalbcadenz, mit welcher bloßeins Periode geschloffen wird. Folgt auf den Borbercitungsaccordstatt des S'chlnßaceoröes ein anderer, so nennt man dieß eine trü-gerische, abgebrochene, unterbrochene Cadenz, Betrug-schluß (istaiiLickL chlsa, cs<chnce iomz»-L, cacleur» , ca-

«lcura «su r-stla), weil hier das Ohr gleichsam getäuscht oder betrogenwird- indem esgmz etwas anders erwartete. Häufig verstellt manunter Cadenz auch jene freie Phantasie, die der Sänger oder Con-certspieler, um den .Hauptinhalt des Satzes nach seiner individuel-len Empfindungsart auszudrücken, vor dem Hauptschlusse des Ton-stuckes anbringt, wo der Schlnßfall in die Haupttonart, mittelsteiner über die Dauer ihrer Geltung ausgehaltenen Note (s. Fer-mate), aufgehalten wird. Hier fällt der Sänger oder Concertspie-ler mit seiner Phantasie, nach einer kleinen Pause, ein, und ent-wickelt, wofern er von echtem Kunstgefühl beseelt ist, entwedereinen Hauptgedanken des Tonstücks oder legt alle Hauptgedanken inihrer Aufeinanderfolge nochmals in gedrängter Uebersicht vor. Hier-auf nähert er sich der Vorbereitungsnore des Schlusses und fällt ge-meiniglich mit einem Triller wieder in den Hauptton des Stückes ein.Diese Art von Cadenz nennt man figurirce Cadenz, auch La-de »z in der Melodie, zum Unterschied von den vorigen Arten,Cadenzen in der Harmonie. <S. übrigens Clausel.)

Cadet. der, heißt eigentlich der jüngste in einer Familie. Weilnun gewöhnlich die jüngste» Söhne einer «dclicheu Familie in Kriegs-dienste treten, so bezeichnet ienes Wort auch einen jungen von Adel,der zn Kriegsdiensten gebildet wird: daher ein Ca betten - Haus,eine Kriegsschule, wo diese jungen Adelichen gebildet werden; Ca-dettte n-Co rps, das ganze Corps dieser jungen Leute.

Cadi, der, ist ein Arabisches Wort, und bedeutet einen Richterodcr iRechtsgelehrtcn. Bei den Türken bedeutet es einen Unterrich-tet:, zum Unterschied von dem Moll« oder Oberrichter. Sie werdenzu der Geistlichkeit gezählt, weil die Türken ihr Recht von ihremPropheten her haben.

Cadiz, oder wie man gewöhnlich zn sagen pflegt, Cadir, isteine der schönste» Städte Spaniens in Nieder- Andalusien und diereichste Stadt des ganzen Königreichs. Sie liegt auf dem westlichenEnde der langen und unförmlichen Erdzuuge einer Insel, weiche Leongenannt wird. Der südöstliche Tbeil dieser Insel wird durch einenschmalen Kanal oder Arm des Meers von dem festen Lande getrennt»aber durch die alte Brücke Suazv wieder damit verbunden. Die Stadtist init Mauer und unregelmäßigen Bastionen umgeben, wie es näm-lich die Gestalt des Erdbodens zugelassen hat. An der Südseite kannman wegen der hohen und steilen Ufer nicht beikommeu, an der Nor^zelte ist eine Landung wegen der Sandbänke und Klippen, welche sichunter dem Wasser befinden, gefährlich. An der Süd - Ludwestipiheist eine Reihe von Felsen, die zum Theil, wen» das Meer Host) ist,mit Wasser bedeckt sind und auf der Spitze St. Sebastian ist einstarkes Fort zur Vertheidigung angelegt. Cadi: kann also nur von