Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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der schmalesten Seite der Erdzunge angegriffen werden, und hier hatman alles angewendet, um sie gegen feindliche Angriffe sicher zu stel-len. Man kann also Cadir für eine Hauptfestung ansehen. Cadirliegt an einer geräumigen Bap, welche einen vortrefflichen Hafeirbildet. Diese Bay besteht eigentlich aus zwei an einander hängendcirMeerbusen. Der erste von diesen Meerbusen heißt Bahia de Cadir,der andere Bahia de Pnntales. Die Oeffnung des erster» ist 2002Klaftern, die des zweiten aber nur 500 Klafter groß. Diese Oeff-nungen, so wie überhaupt der Hafen und die Stadt werden durch dieForts St. Cacbarina, St. Sebastian, Chiclane, Matagorda, Pun-kales und Fort Louis vertheidigt. Die Bahia de Cadir ist der allge-meine Hafen der Kauffarrheischiffe, die Bahia de Puntalcs ist derHafen der Kriegsschiffe und der nach Amerika gehenden und von daherkomm nden Kauffahrteischiffe, denn die Schiffe fremder Nationendurften darin nicht einlaufen. In Ansehung der Kriegsmarine wurdeCadir immer als ein Hauptplatz angesehen und nach Vourgoings Mei-nung war es der vollständigste Seeplatz von ganz Europa. Die StadtCadir ist seit dem Jahr i?8S sehr erweitert, verschönert und mit ge-schmackvollen neuen Gebäuden versehen worden. Sie hat ein Biß-thum, eine alte und eine ungemein prächtige neue Kathedralkirche,rz Klöster, eine Laudkadettenschnle, eine Steuermanneschulc, einevortrefflich eingerichtete Sternwarte, ein See-und Land-Hospital»ein chirurgisches Lehrinstitnt, einen botanischen Garten, ein Natio-ualtheater, ein ansehnliches Versammlungshaus, rz Civil-Hospitä-ler. Die Zahl der Einwohner belief sich vor der Zeit, als die Stadtin den Iusurcktivnszustand kam, über 70,000. Auf der Erdznnge beider Stadt lind sehr wichtige Salzwerke und Weingärten, worin der, beste Spanische Wein wächst. Die Fischerei von, Thunfischen ist er-heblich. Unter die Unannehmlichkeiten der Stadt gehört der Mangelan trinkbarem Wasser. Es ist zwar jedes Haus mit einem Behältnißj versehen, worin das Regenwaffer gesammelt und aufbewahrt wird,

! aber das frische Wasser wird von der Stadt Puerto de Santa Mariageholt. Cadir ist die wichtigste Handelsstadt in Spanien und gehörtunter die beträchtlichsten Handelsplätze Europeus. Sie istderMittel-Punkt des Amerikanische» Handels. Alle Handlung treibende Euro-»äische Rationen hatten hier ihre Konsuls, Agenten und Korrespon-denten. Im Jahr 1795 waren 110 große Handelshäuser in Cadir;ohne die melen kleinern zu rechnen. Im Jahr 1792 betrug der Werthder, aus andern Welttheileu eingeführten Waaren, 100 Millionen,und der Wertb der Ausfuhr 27s Millionen Realen. Im Jahr 1804belief sich sie Zahl der eingelaufenen Schiffe auf IZ86. Die StadtCadir ist auch wegen ihres hohen Alters berühmt. Sie würde zuerstvon den Tyriern erbaut und Gadir, das heißt ein Zaun vdcr ein ein-^ gezäumter Ort, genannt. Nach ihnen besaßen es die Karthagiiieiiser, und »ach deren Unterjochung kam es unter die Botmäßigkeit der Rö-! wer, welche es Gades nannten. In der Folge bemeisterten sich dieAraber dieser Stadt und besaßen sie bis zum Jahr 1262, wo sie ihnen. durch die Spanier entrissen wurde. Im Jahr 1596 wurde Cadir von' den Engländern geplündert und verbrannt, von den Spaniern aberwieder, und zwar in einen fester» Zustand hergestellt. Im Jahr1702 versuchten die Enaländer einen abermaligen Angriff, richtetenaber nichts aus. Im Jakr 1800 raste die Pest 8ooo Menschen hin.Als Spanien mit Frankreich allürt war, wurde Cadir mehrmalvon den Engländern blocktet und auch einmal bomßardirt, aber ohne