Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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wendet, Zeichen oder weiße Flecken sichtbar werde», wie beim Calce-donier.

Calciniren oder Verkalken. Im weitesten Sinne de<Worts ist eS die Operation, durch welche dse festen Köroer vermögedes Feuers in einen Anstand kommen, wo sie zerreib!,ä> >, erden.Zm engern Sinne versteht man das Calciniren bloß von Metallen,und meint damit die Operation, mittelst deren dieselben ihrer regu-liniichen Form beraubt und in Metallkolke oder melalliniiche Erdeverwandelt werden. Nach den ,eyr angenommenen chemischen Gesez-zen geschieht e< durch E' tziehuna des Brennbaren, daher man auch nacheben diesem Systeme den verkalkten Metallen durch Ansehung brenn-barer Stoffe ihre re-,ulinische Gestalt wieder geben kann. Die Me-talle können aus verschiedene Weise, entweder durchs'Feuer oder aufdem trockenen Wege durch eine Art von Vetbrcnnung >n freier Luftcalcinirr werden. Man kann sie aber auch auf nassem Wege durchAuslosung der Metalle und durch Niederschlagung ihrer Kalke bewir-ken. Aum Beweise dient das Blei; schmilzt man eine genau abge-wogene Quaiiluäl dieses Metalls in freier Luft in einem stachen Ge-fäße. so erscheint bald eine graue, erdige Haut auf der Oberfläche,nachWegnabme derselben zeigt sich das Blei auf semer Oberstäche hell-glänzend; nach einiger Zeit zieht sich eine adnliche graue Haut dar-über. Mit diesem Abhauten kann »ran fortfahren» so lange als nochBlei vorhaud n ist, und man hat dann alles Blei in eine stauvartigeSubstanz verwandelt, welche ein Kalk ist. Dieser Bleikalk ist speci-fisch leichter, als das metallische Blei, sein absolutes Gemacht aberbittachtlich großer als die dazu verwendete Quantität von Blei . sodaß man aus 10 Pfund Bl. i ri Pfund Bleikalk erhält. Platina,Gold und Silber erleiden nicht auf oben beschriebene Art gleiche Ver-änderung, deshalb sie edle Metalle genennt werden. Im Grundeist die Calciuanon nichts anders als eine Verbrennung, bei welchernur der hohe Grad der Verdampfung feblt, der zur Erzeugung einerFlamme cr'vrderl werd. Nach der Staylschen Ebenste verlieren oieMetalle beim Verkalken ihr Phloaiston oder ihr Brennbares. Danun dadurch vielmehr eine Verminderung des KcwichtS bewirkt wer-den würee, was doch nicht der Fall ist, so muß eine andere Substanzhinzutreten, deren Gewicht beträchtlicher ist, als das Gewicht deS»erlernen Brennbaren. Worin diese Substanz bestehe, ist eben dieFrage, die h er die Schwierigkeiten verursacht. Die Meinungendarüber sind verschieden. Einiae nehmen an, daß Feuertheile»der Wär inest off zu den Kalken komme; Andere nehmen hingegeneinen Beitritt der Luft oder überhaupt luftförmigerStoffe an. Nach LavVisiers Theorie fallt da- Brennbare,und mitbin seine Entziehung beim Calciniren gänzlich weg, undder Metallkalk wird als eine auS Matall und Orygen zusammcnge-sitzte Materie betrachtet, welche aus dem Grunde mehr als dasMat-rial für sich allein wiegt, weil das Gewicht des Orygens nochbiiizukonimt. Andere wenden ein, wie Westrumb, daß dasjenige,was dem Metalle beitrirt, ein auS Phlogistvn und reiner Lust durchVerbrennung erzeugtes Wasser seyn könne. Sehr berühmte Chemi-ker sind jetzt überzeugt, daß das bloße Entziehen des Phlogiston die»»geführten Erscheinungen bei der Verkalkung nicht erkläre, undnehmen daher an, daß dabei respirable Lust zersetzt werde, und einwagdarer Tbeil derselben zu den Metallen trete, wodurch die Ver-ehrung der Gewichtszunahme begreiflich wird. Jede VerkalkungLonv.Lex. Erster Band. Ä k