Cal
4)5
«er an Vasen, Statäen, Kleidern, Waffen rc. an; ganze Fladenvon Häusern sah man damals auf diese Art von innen bemalt. Beider Plünderung Roms (1527) hakte er das Unglück, seinen Freunddurch den Tod zu verlieren, und mußte auch selbst fiüchrjg werden.§u Messing erhielt er den Aiifrrag, für die Ankunft Karls V. dieTriumphbogen zu malen. Im Jahre 1548 wellte er eben »ach Romzurückkehren, als er zu Messt»« von seinem Bedienten im Bette er-mordet wurde. Dieser wirklich große Maler, der von einem Maurer-handlanger bis zu jenem Künstlergrade und bis zu dem bestenElbüler Raphaels in kurzer Zeit gestiegen war. verfertigte wenigoder nichts mit Farben; der größte Theil war Fresco Arbeit. SeineManier, welche 8§r»tkito oder Sxisikio genannt wird, ist das,was man h.ur zu Tage Grau in Gran nennt, und worin er sichganz beionders auszeichnete- Komposition, Zeichnung. Ausdruck,ferner feines Gefühl, richtiger Geschmack gaben ibm einen solche»Werth, daß Viele behauptet haben, er würde unter andern Ver-hältnissen der Geburt und der Erziehung, gewiß seinem großen Mei-ster, Raphael, gleich geworden seyn. Keiner von Raphaels Schü-lern hat so das Studium der Antiken mir genauerer Rücksicht auf dieNatur angewendet, wie Eararaggio. Nach dem damaiigeu Ge-schmacke mußte er seine Kunst meistens an äußere Verzierung derPaläste und großer Häuser verwenden, die er denn mit Malereienaus der alten Geschichte nach Art halberhabener Arbeit und bis zurTäuschung verzierte. Schade, daß Zeit und Witterung die meistendieser vortrefflichen Werke vernichtet haben! Manche der wichtig-sten jedoch sind in Kupfer gestochen, von denen er auch einige,elbstgeätzt hat. Die Geschichte der Niobe in 5 Blattern steht unter ihnen«den an.
Calderon. Don Pedro Calderon de la Barea Henao y Ri'aüo,aus einer altadeligen Familie stammend, ward geboren zu Madridd. 1. Jaa iüoi. Im Jesuiten-Kollegium seiner Vaterstadt erhielter seine erste Bildung, sind vollendete sie in Ealamauca, welche Uni-versität er schon im 18. Jahre wieder verließ. Geschichte, Philoso-phie und Jurisprudenz waren seine Hauptstuöien gewesen; frühzeitigaber hatte sich auch schon sei» poetisches Genie entwickelt. denn schonM seinem vierzehnten Jahre schrieb er sein erstes Schauspiel: Lltliiro ü«1 Liolo (Vd, y s. Werke). Sein Talent für diese Gattung»i», Poesie, das seinen Namen ehrenvoll auf die Nachwelt gebrachtdat, vielleicht auch sein reicher Erfindungsgeist für festliche Veran-staltungen, erwarb ihm unter seinen Zeitgenossin bald Freunde undGönner. Mehrere Große am Madrider Hofe nahmen sich seiner an,und eröffnete» seinem Talente eine würdige Laufbahn. Hiermit aberi nicht begnügt, trat er ,n den Soldatenstand, und z-hn Jahre langtrug er in Mailand und den Niederlanden mit Auszeichnung diei Waffen. lüzs berief ihn Philipp IV. an den Hof zurück, von wel-kem er im folgenden Jahre zum Ritter des St. Jago-Ordens er-nannt wurde. als welcher er wieder dem Feldzuge in Eatalvnien bei-iuwohnen für seine Pflicht hielt. Der gegen Erwarten früh abgeschlosseneFriede gab ihn aber bald seiner friedlicher» Kunst zurück, deren glück-te Uebung den Ruhm seines Namens bereits verbreitet hatte. Am«nfe zeichnete man ihn durch Gnadenbezeigung-n aller Arr aus, gab>dm fine monatliche Pension von zo «»cuäo» ei» 010, hielt aber auchAn Talent in ununterbrochener Thätigkeit. Dagegen hatte er daoVergnügen, zu sehen, baß der Monarch, der auf das Theater mehr
Ee »