Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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hielten daher denselben bei; um ihn aber gleich zu machen und denBewegungen des Mondes so nahe als möglich zu bringen, setztensie denselben durchgängig auf zv Tage, welche ffe in z gleiche Tbeiletheilten, deren jeder aus ic> Lagen bestand und Decade hieß.Ebenso sollte auch , der Vortheile der Decimal-Rechnung wegen:der Tag in 10 Theile, jeder diese« Theile in 10 andere u. s. f. ge-theilt werden; doch war dieser Punkt erst von dem i. Veodemiaireim z. Jahre der Republik au für die öffentlichen Handlungen noth-wendig zu befolgen. Die Namen der Monate waren: Herbst vomrr. Sepl. bis 22. Dec. VsntlemiLiis Weinlcsemonat (der Oktober),Lrumstrs Nebelmonat (der November), reiwaiio Reifmonat (derDecember); Winter vom 22. Dec. bis 22. März vllvo,- Schnee-monat (der Januar), V-nro-o Windmonat (der Februar), klnvio«»Regeumonac (der März); Frühling vom 22. März bis 22. Jun.vLiminsl Keimmonal (der April), ?rairi»l Wiesenmonat (der Ju-ni); Sommer vom 22. Jun. bis 22. Sept. lVls„iclc>r Erntemonat(der Juli), IL-rmiäor Hitzemvnat (der August), Irueuäorßrncbrmonat (derScptember). Den zehn Tagen jeder Decade hatteman folgende Namen beigelegt: i. kriwiäi, 2. Onoäi, z. Diiäi,g. Ouarrilli, F. (^ninristi, 6. Lexrlili, 7. z. Oorilli, y.

bloniäi, 10. llsoaäi (der Ruhetag). Ueberdieß harte auch nochjeder Tag im Jahre seinen besondern Namen, der aber nicht vo»Heiligen, sondern von der Oekonomre hergenommen, und der Zeit,i» welcher der Tag fällt, angemessen war; z B- der 7. Venbennairebeißt Oarorre», Möhren. Da nun aber das Jahr nach dem Franzö-sischen Malender züo Tage hatte, so wurden zu Ende des Jahres«och fünf Ergänznngstage hinzugethau, welche zu keinem Monat ge-hörten und Sanscülvttentage genannt wurden, «ach Robes»pierre's Sturz aber bloß Complernentartage hießen. Siesollten der Feier der Tugenden, des Genies, der Arbeit, der öffent-lichen Meinung, der Belohnungen gewidmet seyn. Das Schaltjahrenthielt einen sechsten Festtag; an diesem Tage warb der Schwur,frei zu leben und zu sterben, erneuert. Dieser Caleuder wurde inder Folge unter der Regierung des Kaisers Napoleon sehr vernünf-tigerweise abgeschafft, und mit dem ersten Jänner I8L6 der altewieder eingeführt.

Cal iari (Paolo) oder Paolino il Veronese (gemeiniglich! Paul Veronese) von seiner Gcburtsstadt Verona so genannt,

! geb. i;z2, einer der berühmtesten Maler. Den Gaben der Natur«nd seinem eigenen Studium, nicht irgend einem Meister, verdankter seinen Ruhm, denn sein origineller Styl steht in keinem Zusam-menhange mir den Schulen des Zeitalters, worin er blühte. KeinMaler, Rubens ausgenommen, hatte eine so bilderreiche «Nd üp»

' pige Einbildungskraft, und keiner hat ihn in der Mannigfaltigkeit, der Formen, in der gefälligen Anstellung derselben, in ihren natür-lich konlrastirenden Wendungen, in der kühnen und stolzen Charak-lmstik der Köpft und in der geschickten Vertheiluug des Lichts undSchattens und der Refleren überrrojftn. Sein Gemälde von derHochzeit zu Kana in dem Bencdikrinerkloster bei der Kirche 8 t.Giorgio maggiore zn Venedig» ist nicht nur eine- seinerfesten, sondern auch eines der berühmtesten in der Welt. Ueber-bauvt hatte er zu großen Gemälden die meiste Anlage und Nei-gung; bei deq kleinen ermüdete seine Einbildungskraft bald. Erbarb hinterließ eine zahlreiche Schule.