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einige Minute» weniger betrug. DieserJrrthum hatte im Jahre i5«reine Unordnung von zehn Lagen Hervorgebracht. Gregor der Drei-zehnte, welcher damals Papst war, unrernahm daher m diesem Jahreeine neue Reform, er ließ diele zehn Taae im Monat Oktober aus,und befahl, daß auf vier gewöhnliche, Jahre ein Gchaltiahr kommensolle Jedoch wurde der Gregorianische Caleuder bloß von denKatholiken angenommen, die Protestanten blieben bei dem ihrigen;bis endlich mit dem 'Ausgange des siebzehnten Jahrhunderts dies«Verschiedenheit zwischen den beiden Reltgionstheilen in der Haupt-sache gehoben wurde- Au Folge einer Berechnung einiger Mathema-tiker, besonders eines gewisse» Professor Weisels zu Jena, faßtedas evangelische Corpus zu Regensburg (den zo. Sept. tüyy) ein-müthig den Schluß, daß mit dem Jahre 1700 in den evangelische»Ländern und Reichsstädten ein neuer verbesserter Eilender ein-geführt werden sollte. Der Unterschied zwischen dem Julianischenund dem Sonnenjahre betrug damals eilf Tage; es wurde also nachdem l8. Februar sogleich der 1. März gezählt. Der Gregoriani«scye und verbesserte Eilender unterschieden sich nur zuweilenwegen ihrer unterschiedenen Berechnung des Öfter-Vollmonds, biserst 1770 auch dieser Unterschied mittelst Annehmung eines durchge«Vends gleichen Reichscalenders gehoben wurde. Während derFranzösischen Revolution wurde vvm Narivnalkonvent ein neuer Ca-iender eingeführt, der historisch verdient hier angeführt zu werben.„Das Frankenvvlk," hieß es in dem von dem Natwnalkonveut am14. srimsir,- (der vom 22. Nvvemb. bis 22- Decemb. ging) im 2.Jahre der Republik, an welchem Lage der neue Calender dckretirtwurde, gegebenen Unterricht über die Zeitrechnung der Republik,„das Frankenvvlk will, daß seine Umschaffnng vollständig sey, unddaß die Jahre seiner Freiheit und seines Rubms in der künftigenGeschichte noch länger glänzen, als die Jahre seines Drucks und,ei-ner Herabwürdigung in der verflossenen Geschichte sich ausgezeichnethaben." Die Franzosen rechneten nun von der Gründung der Frei-heit und Gleichheit au, welche sie vom 22. Sept. 1792 rechnen:diese war die Aere derselben. Der 22. September war der ersteTag der Republik, er war auch der erste ihres Jahres. An demnämlichen Tage «792, um Y Uhr, 18 Minuten, zo Sekunden Mor-gens, kam die Sonne in die herbstliche Lag- und Nachtgleiche,, in-dem sie in das Zeichen der Wage eintrat. „So war denn," hießrS an dem angeführten Orte, „ am Himmel die Gleichheit des Ta-ges und der Nacht in demselben Momente bezeichnet, da die bür-gerliche und moralische Gleichheit durch die Repräsentanten des Fran-kenvolks als der heilige Grundpfeiler seiner Verfassung festgesetztward." Der Schalttag des Französischen Calenders ward unverän-derlich in demjenigen Jahre festgesetzt, worin die Lage des Herbst-Aequinoktiums es gestatteter Nach einer Anordnung» welche bieUebereinstimmung mit den astronomischen Beobachtungen nothwen-dig macht, mußte dieß eine Periode von vier Jahren seyn. DiesePeriode ward znm Andenkender Revolution Franziade, und derSchalttag, der sie endigte, Rsevolutionstag genannt. Obgleichdie zwölf Monden - Monate, welche die 4 Jahreszeiten, als Ein-rheilnogen des Jahres betrachtet, wieder in kleinere Theile theilen,eilf Tage weniger als das gewöhnliche Jahr fassen, so erklärten dochdie Franzosen den Monat kür eine nützliche Eintheiln«-. Sie be-