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Germaniens und der Agrippa, folgte dem Tiberkus in der Kai-serwürde. Der Anfang seiner Regierung ließ das Volk goldene Lagehoffen; allein nach einer Krankheit, die ihn acht Monate nach demAntritte seiner Regierung befiel, zeigte er fich als das uusiunigsteUngeheuer, das die Geschichte kennt. Stolz bis zu dem Wahnsinne,fich mir den Göttern zu messen, ohne alles Gefühl für Menschen-würde, deren öffentliche Monumente er zerstörte, ausschweifendwollüstig, grausam aus Leidenschaft und mit Entzücken, war er dreiJahre lang die Geisel des menschlichen Geschlechts. Ein Tribun derprätorianischen Garde brachte ihn im ai. I. nach Chr. Geb. beimAusgange aus dem Schauspiele um. Wenn dieses Ungeheuer dieSchönheit seiner Frauenzimmer bewunderte, machte er ihnen oftdas Kompliment: «wenn ich will, so kann ich diesen schönen Kopf ab-schlagen lassen." Ehr ehrte Niemand, als sein Pferd, das den Na-men führte; dieses Pferd aß an seiner Tafel, wurde von
ihm mit vergoldeter Gerste bedient, aufs prächtigste geschmückt undmit den höchsten Shreustellen des Reichs bekleidet.
Callipädie. Die Kunst, schöne Kinder zu zeuge» und zubilde».
Callippgos, Beiname der Venus, die überall das Idealder Schönheit reprjsentirt und auch Siege nach Art der Parrhererficht. Eine Statüe im Flvrentinischen -j>o-reri»tom ie-
»pici«o5 (llloio s»x bello, tssso»). Der Talisman, die Fee Rahiniu,Wielands Zdris IV- zz ff. stellt diesen im ncvisanischeu Karalog nicht»ergessenrn Hauptreiz in absonderlicher Fülle dar.
Calomcl heißt das sechs Mal sublimirte Quecksilber.
Caloune (L. A. v.), geb. zu Douap aus einer Familie ange-sehener Rechtsgelehrten, vollendete auf eine glänzende Weise seineStudien auf der Pariser Universität. Seine Talente, das Ange-! nehme und die Lebhaftigkeit seines Geistes hoben ihn nach und nach! zu den Stellen eines GeneraiprokuratorS des Parlaments von Douav,eines Intendanten von Metz, von Flandern, endlich zum General-koutroleur der Finanzen, Großschatzmeister, Kommenthur des heil.GeisivrdenS und Graatsminister empor. Fioanzkvntroleur ward ernach dem ersten Abgänge Neckers, und während seines Ministeriumsberief der König die Notabel» zusammen. Calonne beschuldigte vordiesen seinen Vorgänger als Urheber des Deficit. Seine Feindeschoben ihrer Seits wieder die Unordnung in den Finanzen auf sein»Verschwendung, und baß er sich zu leicht habe mißbrauchen lassen.i?88 etzog ihm der König sein Antrauen, nahm ihm das Band sei-ner Orden, und verwies ihn nach Lothringen. 1790 ging er nachEngland. i7yi beriefen ihn die Bruder Ludwigs XVl. zu sich na»Koblenz, und Calonne verwaltete einige Zeit ihre Finanzen. Erl gab i7yz und i?yy ewige schöngeschrtebene politische Werke heraus.Das Aonsulargvuvernement gab ihm 1802 die Erlaubniß, »achFrankreich zurückzukommen. Er legte einige Memoiren über die Fi-nanzen vor, die aber schlecht ausgenommen wurden. Hierauf machteer abermals eine Reise nach England und starb noch in demselbenJahre den ay- Oktober zu Paris.
Callot (Jacques), geb. iz->4 zu Nancp und gest. daselbst iSzz,bat sich unter den Französischen Künstlern einen ehrenvollen Platz er-worben. Von der Natur mit einem lebhaften Trieb für die zeichnen-öen Künste ausgestattet, besiegte er standhaft jedes Hinderniß, da-