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sich der Vervollkommnn- seines Talents entgegenstellte. Im zwätf«te» Jabre seines Alters floh er, da seine Bettern ihn einer andernBestimmung widmen wollten, nach Italien, lernte zu Rom zeichnenunter Iul. Parlgi, kupfersiechen unter Philipp Lbomaffin, und wur-de nachher zu Florenz ein Schüler von Canka-Gallina, und zu Nanc-von Elaude Henriet. Bald überließ er sich gänzlich der L ebe zurKupferstecherei, und zog hier wieder die Astzkunst vor, wahrscheinlich,weil durch sie sein lebhafter und fruchtbarer Geist sich schneller aus-drücken konnte. In einem Zeitraums von 20 Jahren erfand undfertigte er an 1600 Stücke, deren Verzeichnis man in dem L»biusrfls Linßrrlüriker cl'Xrciiirocturs, ksineuro, Lculprurs «t 6r»-vuvs von lo Ooines ei. r. x. Z7Ü — zyr), und besser noch in Gek-saints OsrnloLuv ä« L.or»n8sio findet. Eine große Anzahl dersel-ben sind von Sennern für Meisterstücke erklärt, welches Urtheil abersich mehr anf Ausführung als Anordnung, auf Darstellung des Ein-zelnen mehr als des Ganzen beziehen kann- Denn wenig oder nichtsverstaub Calloc von Komposition und Austheilnng des Lichtes, wes-halb das Ganze oft schlechte Wirkung thut: betrachtet mau dagegendie einzelnen Partiten, so findet man ihn vortrefflich, die Zeichnungrichtig, die Stellungen meist gefällig, die Gruppen mannigfaltig,die gezwungenen Kontraste vermieden, deo Ausdnick stark uud dieAusführung von der Leichtigkeit einer Meisterhand. BesondernRuhm hat er sich durch die Zeichnung kleiner Figuren erworben,die er auch in Menge in allen seinen Stücken angebracht bat. Die >meisten dieser Stücke, wenn man die heiligen Süjets abrechnet,find Darstellungen von Schlachten, Belagerungen, Bällen, festli-chen Auszügen. Bon diesen werde» die iVliaerea oc ruaittsur» <i»
1» zuori« nuf 18 Blättern als das Vorzüglichste gepriesen. Der-gleichen Blätter verfertigte er für Eosmus H- von Floreuz, Lud-wig Xlll. von Frankreich und den Herzog Heinrich von Lothringen.Eigene Neigung trieb ibn so sehr zum Komischen, daß er dieserLaune selbst bei Darstellung h.iliger Gegenstäube nicht widerstand, !z. B. in der Versuchung des heil. Anronius. Seiner komischenLaune zu Folge stellte er aber nicht bloß allerhand burleske undgroteske Figuren in seinen Blattern mit auf, die man wohl auchEallotsche Fratzen genannt hat, sondern schuf auch ganze Tableau!dieser Art, die in der That den Inbegriff seiner Kunst zeigen.Seinen Jahrmarkt, seine Bettler nennt man deshalb als feine voll-kommensten Arbeiten. Zu bemerken ist noch, daß er der Erste war,der beim Aetzen sich des Scheidewaffers und eines Firnisses bedien-te. Nicht aber bloß als Künstler, auch als Mensch ist er sehr in«teressant, und es wird Niemand gereuen, Callots Biographie betGersaiut a. a. O. oder von Huffon (k»r. 176s. 8.) gelesen zu ba-den. Nur eine Anekdote von ihm finde hier noch Platz. Als i,6zrdie Franzosen Nancy erobert hatten, verlangte entweder der Äonigselbst oder der mächtige Richelieu von ihm, er solle die Einnahmedieser Stadt graviren, wie er die von Rocheüe gravirt habe. Eal«tot aber erklärte: eher haue er sich seinen Daumen ab, als daherdie Erniedrigung seines Fürsten uud Vaterlands durch sein Tale«»rerewige.'
Ealotte. Eine kleine Mütze, die uur den Obertheil des Kops»bedeckt; ein Wirbel- »der Scheiteikäxpchen, wie eS die Kardinaletrage».