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schlössen. Der König konnte wissen, das die Presbytenaner in derNetto» so wohl als im Parlamente die Oberhand hatten; und den-noch ließ er sich i6z? einfallen, die Englische Liturgie und die bi-schöflichen Vorrechte in Schottland mit Gewalt einzuführen. AIs dieSchotten zu den Waffen griffen, und er eine Zeit lang vergebe,,Sgesucht hatte, durch Darlehen und eigenmächtig erpreßte Auflagensein Heer zusammen zu halten, mußce er endlich dem Parlament1641 versprechen, es ui«t aus einander gehen zu lassen, bis allenBeschwerden abgeholfen seyn wurde; und nun war er obne Hülseverloren. Das Parlament legre alles darauf an, um eine solche Me-ginienrsversassung einzuführen, bet welcher dem Könige nichts alsder Name übrig geblieben seyn würde. Er wagte es also, wiederzu den Waffen zu greifen. In dem Parlament war das Ansehender Großen des Landes ganz verloren, und alles ging nach dem Be-trieb der Jndependcaren, einer ReligionSparrei, die in England -u<den Calvinisren entstanden war, und eine neue Reformation der Kirchezum Zweck hatte, deren Grundsätze, auf den Staat übergetragen,allem Ansehe», das Rang und Stand geben, entgegen sranden. DerKönig hatte also den Adel großen Theils, die eifrigen Anhänger derEnglischen Kirche und insonderheit die Katholiken noch sehr auf seinerSeite. Anfangs glückte es ihm im Felde nnrcr der Anfuhrnng seinesSchwestersohns, des Pfälzischen Prinzen Robert, zumal da in der Ar-mee des Parlaments keine Disciplin war. Er wagte es auch, lüzzein Parlament zu Orford zusammen zu berufen, welches dem zu Lon-don entgegen zu wirken suchte. Allein nun fing Eromwell an sichzu zeigen; ei» Man», der durch seine Schlauheit und Muth für dirgroßen, wenn gleich noch so ungerechten Unternehmungen geboren j»seyn schien, die er ausgeführt bat. Der Kdnig verlor in allen Gefech-ten, die er von der Zeit an wagte, und sah im Jahr isgü feine andreAuskunft, als sich den Schotten in die Hände zu geben. Diese aberlieferten ihn im folgenden Jahre für Geld an das Parlament guS;und nun wußte es Cromwesl dahin zu bringe», daß die Armee einBlnrgericht über den Kouig verlangte, welches im Januar rsgy nie-dergcsezr wusde, und ihm bald Las Urtheil der Enthauptung sprach,S. den Art. Dissenters.
Carl der Zweite, König von England, des vorigen Sohn,geboren den zo. Jun. lüzo, verlebte seine Jugend unter vielen Wi-derwärtigkeiten in Frankreich und Holland, machte vergebens mancher-lei Versuche, den Thron seines Vaters zu erlangen, wuroe aber vonEromwelln verjagt, und gelangte erst nach dessen Tode zum Thron,worauf er den 2g. Mai 1660 triumphirend in London einzog, und baldungehindert mehr that als alles, was seinem Vacer das Leben gekosterhatte. Mit ungezähmter Leidenschaftlichkeit hing er den Wollüstennach, war undankbar gegen die Freunde seines Hauses, verschwenderischim hohen Grade, ein Deist aus Grundsätzen, und ein Katholik ausIndolenz. Da er vortrefliche Anlagen bis zur Liebenswürdigkeit hat-te, so verdiente er desto mehr Tadel. Man hatte ihm gleich anfangsso viele gewisse Einkünfte zugetheilt, daß er in Ansehung derselbenziemlich unabhängig von der Nation ward- Da aber diese Summenzu seinen Ausgaben nicht hinreichten, so bediente er sich gegeugesetz-licher Mittel Geld zu erlangen, und verkaufte deswegen im Jahr >üvrDünkirchen an Frankreich. Er heirathete nach seiner ThronbesteigungCqtharina, Jnfantin von Portugal, welche ihm die Festung Tan-ge r zur Mitgift brachte, aber auch diese gab er auf, weil er das Gel»