Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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welches auf Vorschlag des Königs von Schweden bei dem Reichstagezu Regensburg ihm als Retter Deutschlanbs sollte errichtet werden.Im I. 1804 trat er das Deutschmeisterlhum seinem Bruder demE> verzog Anton ab. In dem Feldzuge von 180z kvmmandirte derErzss rzvg Karl eine Oestreichische ArMee in Italien gegen den Ge-neral Massen«. Wahrend die Angelegenheiten in Deutschland einesehr schlimme Wendung genommen halte», und Kaiser Napoleonmit seiner Armee in das Herz der Oestreichischen Provinzen einge-drungen war, lieferte der Erzherzog die siegreiche Schlacht bei Cal-diero, und brachte seine Armee zur Beschützung der noch nicht ero-berten Provinzen zurück. Na» dem Prcßbnrger Frieden wurde eroberster Cbef des Hofkriegsra hs und Generalissimus der gesummtenLestreichiscven Armeen. I» dem Kriege von igoy kom-nandirle derErzkerzog die Oestreickiscbe Hauprarmee, und rückte im Monat Arrilin Baiei » vor. Hier hatte er die ganze Französische Macht, die vomLasier Napoleon selbst angeführt wurde, gegen sich, und es erfolgteeine fünftag'ge, äußerst bartnacklge und blutige Schlacht, und allerAnstrengungen ungeachtet mußte die Oestreichische Armee der Ueber-muchr weiche». Den 21. und 22. Mai lieferte der Erzherzog dieglorreiche Schlacht bei A'varn an der Donau, gegenüber von Wien.Die große Schlacht von Magram, eine der grössten >n der Kriegsge-schichte, hatte zwar eine» unglücklichen Ausgang, aber es kann we-der den Oestreichischen Truppen, die sich durch Tapferkeit auszeichne-ten, noch dem Erzherzoge, der selbst dabei verwundet wurde, zurUnehre gereichen, daß sie nach einem zweitägigen Kampfe, wahrendwelchem sie einige Mal siegreich waren, endlich der Uthermacht wei-chen mußten. Der Rückzug selbst geschah in vollkommener Ordnungunter beständigem Kämpfen bis nach Anavm, wo das Treffen für dieOestreichische» Truppen sich günstig zeigte, aber durch den eben abge-schlossenen Waffenstillstand unterbrochen wurde.

Carl Philipp Theodor, gewöhnlich Carl Theodor,Kurfürst von Pfalz-Baiern, geb. d. n, Decbr. 1724, ein Sohn desPfalzgrafen Job. Christ, von SuIzbach. Diesem folgte er lyzz imFürftenthum Sulzbach und als 1742 der Kurfürst Carl Philippvon der Pfalz ohne Erden starb, war er dessen Nachfolger. Er darrenun seine Residenz i» Mannheim bis 1777. Da nach dem kinderlose»Tode des Kurfürsten Marimilian, Joseph von Barern, auch die-ses Land an die Pfälzische Linie kam, worauf der neue Kurfürst vonPfalj-Daiern seine Residenz vpn Mannheim nach München ver-legte. Anfangs machte Oestreich auf mehrere seit lange mit Baiernvereinte Grafschaften und verschiedene andere Theile des Landes An-spruch und ließ sie sogleich besetzen. Allein König Friedrich Ik.von Preußen vertheidigte die Rechte des Pfalzvaierschen Kurhausesmit den Waffen und zwang Oestreich 1779 durch den Teschner Frie-den, die besetzten Länder zurückzugeben. Von der Zeit an regierteCarl Theodor in Ruhe bis anf den Französischen Revolutions-krieg, der für die Pfalz sehr drückend war und auch Baiern durch dieAnwesenheit der Franzosen 179Ü nachtbeilig wurde. Als der Kurfürstd. iü. Febr. 1799 kinderlos starb, folgte die neuere Aweibrückische!nüe j„ der Person des jetzigen Königs Maximilian Joseph.Carl Theodor besaß einen liebenswürdigen Charakter, voll Güteund Wohlwollen, hatte sich mannigfaltige Kenntnisse erworben undwar ein vorzüglicher Beförderer der Künste und Wissenschaften. InMannheim stiftete er, 176z die Akademie der Wissenschaften, ein Auri-