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i» der Zeichnung. Nur Naphael und Tintoret können ihmden Reichthum der G-danken streitig machen. Die Farnesische Gal-lerie, die er malte, bleibt sein erhabenstes Denkmal und überhauptein würdiges Denkmal der Kunst. Er hat selbst 16 Blätter radirtund gestochen z. B. eine Susanne mit den beiden Alten und nachihm hat man über zoo Kupferstiche. Der Vetter dieser beiden,Lndvvico, geb. zu Bologna izzz, starb daselbst r6iy. Er wares, der den zu seiner Zeit eingeriffenen, verderbten, manierirten Ge-schmack durch treue Nawahmung der Natur und der Antiken ver-drängte. Er ist fruchtbar in seinen Compvsitionen, groß, edel undrichtig in seiner Zeichnung und seine Manier ist ausgesucht und an-genehm. Er selbst bat einiges radirt ;. B. eine sitzende Mariaund-nach ihm hat man fast 800 Kupferstiche-
Carrier, ein ehemalig r Advvcal und Depukirter aus demDepartem-nt Cantal bei dem National-Convente. Dieser Menschhakte nach der Beschreibung, die der Depurirte Ferron vonihm entwirft, so ziemlich das Ansehen eines Ungeheuers, das bloßaus Füren und Armen b steht. Aus seinen kleinen rief liegendenAugen blickte etwas W .des und Gräßliches, und überhaupt war seinKörper der treuste Abdruck seiner Scel^ Die Natur beging eine«Irrthum, daß sie diesem Tig r keine Klanen gab. Carrier hatte sichimmer durch blutdürstige Motionen ausgezeichnet, und erhielt, daer mir noch einigen and.rn Deputieren als Commissär in die Vendeegeschickt wurde, eine erwünschte Gelegenheit, inner Grausamkeit undMvrdlust zahllose Opfer zu bringen. Unter dem Verwände, dieRuhe in jenen unglücklich n Gegenden wieder herzustellen und dieFriedensstörer zu bestrafen, ließ der Bösewicht mit Hülfe seiner Ge-treuen, welche das Rvolutrons-Tribunal der Stadt Nantes aus-machten eine Menge Schlachtopfer durch die Guillotine hinrichte».
- Aber bald that dieses Mordinstrument seiner Thätigkeit keine Genüge.Er fand es zweckmäßiger die Gefangenen in Reiben erschießen oderin der Loire ersäufen zu lassen. Um sich dabei eine höllische Augen-lust zu verschaffen, ward er der Erfinder der so genannten republi-kanischen Heirat hen, wo man allemal wei Gefangene verschie-denen Geschlechts nackend zusammenband und mit einigen Säbelhiebenin den Fluß stürzte. Schwangere Weiber. Kinder, di, noch nicht ein-mal neun Jahr alt waren, nicht» wurde gescdont; wer das Unglückhatte, dem Proconwl Carrier und seinen Genossen zu mißfallen, wur-de hinger-chtet ebne gerade --oyalist zu seyn. Carrier kehrte in denSchooß des National-Convent» zurück, und würde neue Mvrdauf-träge übernommen haben, w nn nicht Robespierre's Sturz auch ihmden Fall bereitet Kälte. Die öffentliche Meinung harte ihn langst:gebrandmarkt und der Proz ß der yg Naateser, der um diese Zeitvor d in RevolutionS-Tribunal i» Paris anhängig war, stellte seineSchandthaten in volles Licht. Der Convent schien anfänglich denTyrannen nicht angreifen zu wollen weil vermuthlich mehrere Mit-glieder in den Prozeß verwickelt zu werden befuechketen: aber endlichsiegte doch die gute Sache; eine Anklage-Acre, die aus nickt wenigerals 74 Punkten bestand, wurde geaen Carrier abgegeben und ferneVertheidigung, worin er zwar anführte daß er auf B fehl des ehe-maligen Wohlfabrts-Ausschusses so gehandelt, und sich dadurch denBeifall des Convents unter Mobespierre erworben habe. konnte ihnnicht retten. Auch die Bemühungen der Jakobiner, welche ihm z«Gunsten einen Aufstand bewirken wollten, blieben fruchtlos. Den
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