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mit vielem Aufwands gegeben, und werden die Sieger von denDamen festlich bekränzt. Auf Reitbahnen werden von den Schü-lern dergleichen Carrovssels gehalten. Endlich findet man eineNachahmung des Carroussels im Fahren durch mechanische Vorrich- 'tnngen häufig in Lustgärten.
C «rotte, eine gelbe Wurzel. Gemeiniglich versteht man unterCarotte ausgekippte Tabaks fangen, oder getrocknete Labakrblätker,Welche zusammen gebunden und zu Schnupftabak gerieben werden.
Carpathen, die, (Carpathisches Gebirge) ein sehrhohes und die Fortsetzung vom Riesengebirge, aber weit hoher alSdieses. Sie fangen in Ungarn oberhalb Presburg an, trennen Mah-ren, Schlesien und Galizien von Ungarn, und verlieren sich, nach- ^dem sie Siebenbürgen umschlossen, in der Türkei. Zum Theil ent-halten diese Gebirge eine Menge edler und anderer Metalle, dasHanptgebirge aber viele Salzberge u. dergl. I
Carra, ein berüchtigter ehemaliger Jacobiner, der währendder Revolution von dem Ertrag seiner Feder lebte, und als Schrift-steller den Anhängern des Hofs aufs äußerste verhaßt war. Die>nn»ies j>o1iri<zues, die er herausgab, gehörten zu den wüthend-sten democratischen Blättern, worin der Hof unbarmherzig gegeiselkwurde. Die Freunde des Königs, die den bedeutenden Einflußderselben auf die öffentliche Meinung bemerkten, sollen den Vek-such gemacht haben, ihren Verfasser durch Bestechungen zum Schwel- ^gen zu bringen; aber Carra war unerschütterlich, legte die erhalte-nen Summen im Jacobinerclub zu patriotischen Zwecken nieder,und enthüllte ein angebliches künstliches Bestechungssystem, das derHos bei vielen Mitgliedern der Nationalversammlung befolgte. DieJakobiner zweifelten nicht an der Wahrheit dieser Behauptung,weil Carra für einen echten Patrioten galt, der in der Folge fürwürdig gehalten wurde, eine Stelle unter den Gesetzgebern Frank- .reichs einzunehmen. Bei dem Streite der Girondisten und Mora-listen wurde Carra den letzter» doch verdächtig, ob er gleich zu denMännern gehörte, die an der Verschwörung gegen den Hof (den10. Aug. 1792) den meisten Antheil hatten. Zwar erhielt er sichnoch nach dem Sturze der Girondisten (den zi. Mai 1793) im Con-vent, wurde aber dessen ungeachtet bald nachher verhaftet und mitihnen (d. zi. Oct.) guillvtinirt.
Carra cci, der Name mehrerer großen Künstler. Agostinsgeb. zu Bologna 1557 gestorben zu Parma 1602, war Maler undKupferstecher. Man bewundert seine richtige Zeichnung, seine edle«nd verständige Zusammensetzung, den schönen Charakter seiner Fi- >guren und die »reiste Ausführung in feinen Kupferstichen, weisenur etwas zu flach und ohne kräftigen Nachdruck sind. Er war zu-gleich Gelehrter und Weltmann, welches man in seinen Werkenmerkt, worin weniger natürliche Wildheit herrscht, als in denenvon seinem Bruder Annibale. Agostino malte nur in müßigenStunden, hinterließ aber 244 Kupferstiche von seiner Hand, wor- ^unter 40 Blätter besonders gut sind, z. B. eine Kreuzigung ausdrei Blättern nach Tintoret, der Brand Trojas nach Barac-rio u. s. w. —.Sein Bruder Annibale, geb. zu Bologna iM,starb zu Rom aus Verdruß wegen seiner schlecht belohnten Ver-dienste 1609. Dieser war eins der fruchtbarsten, feurigsten Genies,die die Welt hervorgebracht. Er lernte zn Rom einen edeln underhabenen Styl, eine kräftige Färbung und einen hohen Ge>chma»