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hörte auf, ein besondere- Reich zu feya. A» dem Kriege gegen Frank-reich nahm sie nur durch Manifeste und dssrch Absendung einer Flotte,welcvr aber unthätig blieb, Antheil. Hingegen brach zwischen ihr undPersten 17yd ein Krieg aus, wo auch von den Russen die berühmteHandelsstadt und Festung Derbeut am kaspischen Meere bereits er-obert war, als Catharina, Mitten unter den Mästungen zur Fort-setzung dieses Krieges, am 17. Nov- 1796 im ügsten Jahre ihres Le-bens und im Zzsten ihrer Regierung, plötzlich au den Folgen einesSchlagflusses starb. Carharinens Verdienste um ihr Reich sind unend-lich groß und bleibend. Sie vergrößerte dasselbe um zchooo Quadrat- ,weilen, vermehrte die Volksmenge von 20 auf zs Millionen, ungeach-tet ihr ihre Kriege, und besonders der lczte Türkenkrieg, viele Men-schen kosteten. Sie zog viele Ausländer,! besonders Deutsche, viele Fa-brikanten , Manufakturisten, Künstler rc. unter vvrlheilhaften Best»- !gungen in ihr Reich, und besonder» viele tausend Kolonisten zum An-bau und zur Bevölkerung der wüsten Plätze an vor Wolga, in Astrachan,Launen u. s. f. Die Seemacht, die sie beim Antritt ihrer Regierungim Verfall fand, vergrößerte sie und hinterließ eine Flotte von 48 Li-nien-und eine Galecrenftortc von 150 Schiffen, die kleinen ungerechnet. !Die Landarmee, der sie eine neue Verfassung gab, erhöhet« sie bisüber ;6o,c>2o Mann; ihre Staatseinkünfte von zo auf üo Millionen.Den Handel ihres Reichs erweiterte sie außerordentlich, indem sie >manche Arten desselben allen ihren Unterthanen freigab; auch mumerkesie diese auf, manche Landesprodukte theils anzubauen , theil» zu ver-edeln ; besonders fezte sie auf den Anbau des Tabaks in der UkrainePrämien. Um manche Naturprodukte Rußlands besser kennen, oderbesser benutzen zu lernen, ließ sie Reifen in die entferntesten Gegendenihres Reichs anstellen. Eben so thätig sorgte sie für den öffentlichen >Unterricht und für die Beförderung der Wissenschaften und Künste i»ihrem Reiche. Sie stiftete neue Erziehungsanstalten, ließ deshalbGelehrte und Künstler reisen, vorzügliche Schriften des Auslandesins Russische übersetzen und von den vorzüglichsten Kunstwerk»n desAlterthums genaue Abdrücke verfertigen. Au Entwerfung eines neuenGesetzbuches für ihr Reich berief sie 1766 aus allen Provinzen Ab-geordnete, sie selbst hatte bereits 1757 ui Russischer Sprache eine In-struktion für die zu jenem Entwurf verordnete Kommission entworfen,uud im Jahr 1776 wurde das neue Gesetzbuch vollendet und bekanntgemacht, obgleich es nicht vdllig ausgeführet werden konnte. Sie ver-stattete in ihrem Reiche völlige Gleichheit der Religion, und hob dieLeibeigeuichaft auf. Bei allen diesen großen Arbeiten für ihr Reich,wußte sie doch noch Zeit für die Wissenschaften zu gewinnen. Sieentwarf nicht nur ihre Gesetze meistens selbst, unterhielt einen gehalt-vollen Briefwechsel mit berühmten Männern, z.V. Voltaire, Diderot,Aimmermann, sondern trat auch sogar, nicht ohne Ruhm, als Schrift-stellerin auf. Unter ihren Schriften zeichnet sich besonders die Biblio-thek der Großfürsten Alerander und Constantin aus, durch welche sie,so wie überhaupt, für die Erziehung dieser ihrer Enkel sorgte. Allein,so groß ibre Verdienste für ihr Reich waren, so sehr ihre Menschen-freundlichkeit, wirkliche Liebenswürdigkeit, Thätigkeit, Witz, Verstand,Standhaftigkcit und Geistesgegenwart Bewunderung verdienten;hatte sie doch auch große Fehler, die ihrem Lande selbst sehr schad"«waren. Ihr Unternehmungsgeist, ihre Ruhmbegierde uud Eitelkeitkannten keine Grenzen! sie rissen sie von einem Plane zum andern hin,wovon fast jeder unausgeführt blieb, weil er wieder einem neuen Platz