Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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entdecken , und erfand das Mitten dem Marmor Fatben einznbeitzcnund ihre Züge unauslöschlich zu machen. Winkelmaun Und ^aylusgaben dem Studium der Antike eine bessere Richtung; indem sie aufKritik und Unterscheidung der Periode» des Kunststvls dränge» , denKreis der artistischen Vorstellungen historisch bestimmten, n»d dieQuellen und Modifikationen derselben zu erforschen suchten. Dasbeste, mühsamste und allgemein geschätzteste unter seinen Werke» istder fteeuoil «i'siitiyuite» eg^ptibiinos, strui^uo,, Aisc<juo», ,o-rkiain«, «r xLuIoib«»: 7 Vol. 4. 17Z2 — 17S7. Cavkus war auchDichter. Seine O-uveos daäinea. 4 V«I. find Zengen seines mun-tern Geistes und lebhaften Witzes. Er starb den 5. Sept. 1765.

CazLles (von), Sohn eines Parlamentsraths uvn Lvnisuse,Rittmeister von einem Regimente Jäger zu Pferde in Flandern, wardzum Deputirten des Adels von Riviere-Verdüu bei der Generalstän- >deversammlung ernannt, zeigte sich als einen der wärmsten Verlbei- !diger der Monarchie, und dabei ein Rednertalent, das ihm den Na- !men eines der beredtesten Mitglieder aus der konstiluirenden Ver-sammlung von Seiten aller Parteien erwarb. Besonders hatte ereine große Leichtigkeit, zu improvifiren. Gegen Ende des Julitrat et aus der Versammlung; weis er aber zu Caussade arretirt wor-den war, so kehrte er nach der Hauptstadt zurück und erschien wiedermit aller Ueberlegenheit, die ihm seine Talente gaben, in der Ver-sammlung. Man sab ihn mehrere Mal Mobespierre, dessen Demo-kratie sich schon damals ankündigte, demüthigen. Es wurden wenigeGegenstände von Bedeutung verhandelt, wo CazaliS nicht das Workgenommen hätte. 1791 protestirte er gegen die Absetzung des Kö-nigs und verneinte den Grundsatz der Wolkssouverainetät. Bei derAbreise Ludwigs XVl. nach Varennes arretirte ihn das Volk; alleindie Versammlung setzte ihn wieder in Freiheit. Den 21. Juli i7yl^herschickte er den» Präsidenten seine Entlassung, ging nach Englandbis im Februar 1792, wo er nach Pari« zurückkehrte. Da er sichabermals flüchten mußte, so ging er na» Deutschland zu den Franzö-sischen Prinzen, machte in der Avantgarde ihrer Armee den Feldzngvon 1792, und ließ sich, da er ihre Gunst verloren hatte, in Eng-land nieder. 180z kam er wieder in sein Vaterland, ward von denMächtigen sehr gut aufgenommen und zog sich in die Gegend vonToulouse zurück. 1805 ward er zum Kandidaten für da« gesetzge-bende Corps erwählt, starb aber auf einem kleinen Landgute bei Grc-rrade in seinem 50. Jahre.

Cazotte (Jakob), geb. zu Dijon, war ehemals bei dem See-wesen angestellt, und lebte in seinem Alter zn Pierr» in Champagneim Schoße seiner Familie. Als Schriftsteller hat er sich durch mehrereWerke ausgezeichnet, welche das Gepräge seines edeln Charakters un-verkennbar an sich trage». Der unselige 10. August 1792 bereitete,unter so manchen Unschuldigen, auch ihm den Tod. Er hatte sich i»Briefen an seinen Freund Ponteau einige freie Aeußerungen überVen damals allgewaltigen Maire Prtion erlaubt, und ihn gant«ach seiner wahren Natur geschildert. Durch die Stürmn».« des kö-niglichen Schlosses kamen diese Briefe mit andern wichtigen Papiereni» die Hände der Machthaber. Ursache genug, daß Cazotte mit seinerliebenswürdigen Tochter, einem 20jährigen Mädchen, ergriffen, vonGefängniß zu Gefänaniß geschleppt, und endlich nach Paris gebrachtwurde. Bald darauf folgten die blutigen Septembcrsccnen, und Ca-zotte würde gewiß mir den übrigen Unglücklichen ei» gleiches Schick-