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in ungleichartige Grundstoffe. Ju der Natur -ehe» dergleichen Zer-legungen im Großen beständig vor und viele Erscheinungen in dersel-ben lassen sich gar nicht anders, alSanS den Eigenschaften und Wirkun-gen der Grundstoffe auf einander erklären. Hieraus solzl also, daß sichke ne gründliche Kenntniß der Naturlebre ohne Chemie denken laßt. unddaß beide mit einander verbunden sind. oder vielmehr, daß die Chemieeinen Theil der Naturlehrc ausmacht. Dessen ungeachtet wird dieChymie als eine eigene Wissenschaft behandelt, welche« auch ihrergroßem Wcitläuftigkcit wegen nicht anders seyn kann. Natürlichmüssen aber beide Wissenschaften, auch wenn sie getrennt vorgetragen! werden, beständig in einander greifen und eine eigentliche Gränzezwischen beiden laßt sich fast gar nicht ziehen. Die Geschichte gibtkeine genaue Auskunft, wie weit die Alten in der Chemie waren.Kenntnisse müssen sie gehabt haben, denn diese Wissenschaft ist i»mancher Hinsicht zu enge mit den menschlichen Bedürfnissen verbun-den, als baß man nicht bald einige Theile oder Sätze derselben solltekennen gelernt haben. Viele suchen die ersten Grundsätze einer wis-senschaftlichen Chemie bei den Aegyptiern. Aus alle« erhellet, daß, die Alten noch weit in dieser Wissenschaft zurück waren, und daß ihreganze Kenntniß darin nur auf einigen, den Künsten nüzlichen Säj-zen und Erscheinungen beruhet. Im scchSzehnte« und siebzehnte»Jahrhunderte fingen einige Alchymisten an, die Chemie auf die Arz-neikunst anzuwenden und uach und nach veranlaßte dies mehrere Aerzte,die Chemie zu würdigen und sich von ihrem großen Werthe für ihreWissenschaft zu überzeugen. Einige praltische Künste, welche in diewissenschaftliche Chemie einschlage», z. B. der Bergbau, Behandln»-der Metalle, die Glasmacherkunst u. debgl. mehr. hatten sich iozwi-scheu nicht nur wie durch Tradition erhalten, sondern auch uach undnach vervollkommr. Jetzt fing man an, Las Verfahren bei diese»Künsten aufzuschreiben und zeichnete zugleich noch mehrere nützlicheErfahrungen und Entdeckungen der damaligen Alchymisten aus undso wurde der Grund zu der Wissenschaft gelegt, die um die Mittedes siebzehnten Jahrhunderts schon eine andere Gestalt gewann;noch mehr aber durch Becher, Stahl, Boerhave und an-dere berühmte Männer vervvllkvmmt und bereichert wurde. Sehrdiel trug hierzu die gänzliche Sclvidnng der Chemie von der Alchemiebei. In unser Zeitalter fällt die glänzendste Epoche der Chemie.Frankreich, Deutschland und Schweden haben mehrere große Chemi-ften in der letzten Hälfte unsersJahrhnnderts hervorgebracht, die Wis-senschaft selbst hat durch ihre Bemühungen riesenmäßige Fortschritte ge-macht vnd wird fast täglich mehr erweitert: durch Lavvisier beson-ders erhielt die Chemie in unsern Zeiten eine ganz andere Gestalt,worüber ver Artikel Antiphlog istisches System nachzusehen ist.
Chemnitz, sehr merkwürdige und bedeutende Fabrikstadt imErzgebirgischeii Kreise des Königreichs Sachsens am Flnsse gleichesNamens, der nicht weit davon in die Mulde fällt. Die Häuser-anzahl ist etwa ivOo und die der Einwohner l 8,000. Hierunter sind750 Meister mit 500 Gesellen in Eatlun, Barchent, Kannefaß, Müz-»en, Strümpfen, Baumwollen, Drell, Pique's u. s. w.; 500 Mei-ster und eben so viel Gesellen im Strumpfwirkeu; fast eben so vielim Strumpsstrickeu, die zusammen 140 Sorten liefern; eine AnzahlCatkun und Callicos Druckereien, die Waare liefern, welche derEnglischen gleich kommt, große Niederlagra von Baumwollen; vieleEpinnmglchinko, dir ebenfalls ganz nach Englischer Art angelegt sind.