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Die Bleichen, welche wahrscheinlich schon zu Anfang des vierzehntenJahrhunderts angelegt wurden und auf welche der Rath im Umkreiseauf zehn Meilen privilegirt ist, tragen zu der Handlung vieles dei,welche vcsonders durch die Frankfurter und Leipziger Messen in weitentlegene Länder getrieben wird. In dem benachbarten Gebirge gibtes vortrefliche Steinbruche, auch Chalzcdonier, Carneole, Achate undTopase». Auch ist ein Lyceum hier.
Cbenier (MariaJoseph) Mitglied des Instituts, geboren 1762zu Konstantiuopel, wo sein Vater als Französischer Konsul residirte,nachdem er diesen Platz lange Zeit zu Marokko bekleidet halte. Seinangebornes Talent zur Poesie weihte ihn, von dem ersten Augenblickeder Revolution an, der Theaterliteratur und man bat ihm den größ-ten Theil der Revolutionsstucke, als Heinrich VIII. CalaS, Grac-chus rc. zu verdanken. Er ward Mitglied der Muiuzwalltät vom10. August 1792, war Verfasser des Gesuchs um Absetzung des Kö-»igs, »nd zeichnete sich unter den Anstiftern der Ereignisse diesesTageS aus. Die Oden, die man bei den Jahresfesten des lg. Juliund 10. August, bei den Festen der Vernunft, und bei allen derglei-chen Vorfällen sang, sind ebenfalls von ihm. Als Depunrter desSeine- undOisedepartemenks be, demNatioualkonvent votirte er Lud-wigs XVI. Los. Im Januar 1795 legte er eine Liste von 100 Ge-lehrten, Dichtern und Künstlern vor, unter die er, 300,00« Livresvertheilen ließ. Nachdem er in den Rath der 500 getreten war,ward er in der ersten Sitzung zum Sekretair und den 22. November1795 zum Präsident ernannt. In der Sitzung vom 18 . Trümaire szu St. Cloud votirte er die Auflösung des gesetzgebenden Corps, undward unter der Konsularverfaffung Mitglied des Lribunats; im Märzizc>2 war er aber in dem ersten Füuftheil der Tribunen begriffen, dieauf Anordnung des Erhaliungssenats auslreten mußten. Den l. 'Pend. des Jahres VI., nachdem er eine Ode auf den Tod des Ge- ^ucral Hoche gemacht hatte, ward er zum Nalionaldichter ausgerufen lund 1804 zum Generalinspektor der Studien und zum Legionär er-nannt. Als Mitglied des Nationalinstituts stattete er den erkanntenBericht über die Klasse der schonen Wissenschaften an den Kaiser Na-poleon ab. Er starbt 8i t.
Cbenilleo, Sammetschnüre, auch auf Sammetarr gewirkteSchnnreu und Borten Eine Chentlle, ein Männermantel mitAermeln, auch Matin genannt.
Cherbourg. Stadt und Hafen in der Normandie, am Canalgeleg n, setzt im Departement der Manche. Einwohner-Anzahl überi8,«X!. Von Natur ist der Hasen (der einzige Französische im Ca-nai) schlecht. Der Damm, das Bassin und die Schleusen, welchemau zu dessen Verbesserung nach Belidors Entwürfen angelegtharre, wurden von den Engländern» die im 1 .1758. Cherbourg ein-nahmen, zerstört. Unter Ludwig XVI. wurden 1785 neuerdingsgroße Anstalten gemacht, diesen Hafen neuerdings in bessern Standzu setzen. Die Revolution unterbrach zwar diese Arbeiten, aber un-ter Napoleons Regierung sind solche mit all' der Kraft, die dessenRegierung characlerisirt, aufs neue unternommen worden, so daßman in wenig Jahren der Vollendung dieser colvssalischen Unterneh-mung darf entgegen sehen. Der Hafen wird dadurch im Stand ftp»die größten Kriegsflotten mir Sicherheit aufzunehmen.
Cherib 0 n. Landschaft aus der Insel Java, östlich von Ba -tavia. Sie wird von drei Fürsten regrert, welche völlig von den