Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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auf die Nachwelt fortgehe« zu mache«. Was mi« «och seine Verdien» ^ tsie weil über andere eib^bc ist seine musterbaftc Bescvnb^iheit, »vor« lt» auch er dem aroße», vielleicht unerreichl-are», Mozart, dessenhohen Geist er übrigens mir einer A»r Religiosität verebrr, äbnlich j sist. illuch wurden seeu« Verdreuste anerkannt, die er, als einer der rFünf Aufseher des neuen mufiralischen ylationalinstitute (Eonserva- > <

torrum) zu Par's» für die ihm übergebeuen Zöglinge um iv wichtiger ! >

»nacht, da er ve» deu Uebungen mir denselben aui das Ernste, Streu« <er, Große eben sowohl , als auf sichere Bildung des Geschmacks kein «ganzes Augenmerk richtet. Im Jahr »805, wurde er aus einig? Zeitnach Wien berufen, um für das dasige Hos-Theater eine Oper zuschre.don. Der allgemeinste, lebhafteste Beifall bei seinem Erschei« !uen, wo er zuerst seine ä-ux jouins«» (hier unter dem Titel:die Tage der Gefahr) selbst dirigirte, ward ihm zu T-beil. > >

Die Oper selbst, die er hier setzte, Fani 6ka, wurde endlich >8oü ^ 1

aufgeführt und mit dem lauteste» Beifall, fj> wie der Künstler selbst, l

aufgenommen. Man findet auch hier wieder Tiefe, Kraft, Feuer, ^

erschütternde Ueberraschungen, nur muß man sie freilich, so wie anch- !seiue übrigen meiste», Werke, mehrere Mal erst koren, um sie ganzzn verstehen. Oft hat er vielleicht feine harmonischen Hülfsmittel zureichlich und zu üppig angebracht. Die höchste Theilnahme erregte es,als man diesen großen Künstler im I. 1807 für todt ausgab, abereben so vielTbeilnahme, als die Nachricht widerrufen wurde. Kränk-lichkeit, die ihn leider! freilich sehr oft heimsucht, und besondersNervenübel, lassen fürchten, daß jene Nachricht nur gar zu bald ein-mal sich bestätigen werde.

Ehesterfield (Philipp Dormer Stanbspe Graf von), geborenIüy4, gest. 1773. Dlescr geistvolle Lord, welcher bis aus Ende sei-nes Lebens die Heiterkeit und Annehmlichkeit seines Geistes bedielt,durch welche er so berühmt worden ist, spielte auch als Staatsmanneine seinen Talenten angemessene Rolle. Seine Beredsamkeit imParlamente machte, daß er sehr früh zur Hofpartei gezogen wurde,die er jedoch, da er ein Feind der Minister, vorzüglich Walpvles,war, wieder verließ, der Ministcrpartei im Parlament große Unru-hen machte, und Walpolos Fall beförderte. Nach dem letzter«Ereigniß ging er jedoch wieder an den Hof, und wurde nachher zumWicekönig in Irland erhoben, welche Würde er so glücklich bekleidete,daß ihm in Dublin eine Ehrensäuie errichtet, und von dem Könige«in Staatssekretariat gegeben wurde, das er jedoch 1748 niederlegte,und von der Zeit an in gelehrter Ruhe lebte. Er hatte das Glück,die berühmtesten Männer seiner Nation zu Zeitgenossen zu haben.

Er hatte mehrere Schriften geschrieben, unter welchen vorzüglichseine Briefe an seinen Sohn auch in Deutschland bekanntsind, welche jedoch mehr Lebensklugheit als Moral enthalten, wie-wohl das Urtheil Johnsons zu hart ist, wenn er sagt: „dieseBriefe lehren die Moral einer Hure und die Manieren eines Tanz-meisters/' Johnson war Ehestekfields Feind, und sagte da-her von ihm: „ick glaubte, Ehesterfield sey ein Lord unter witzigenKövfen, allein ich find«, er ist bloß ein witziger Kopf unter denLords." Ein Hauptfehler von ihm war die Gpielsuchk, welche Lei-denschaft seinem Ruhme eben so nacktheilig wurde als seiner Ruhe.

Ueber das Gefährliche der Anwendung aufs Leben von den Chestcr-sttldischen Grundsätzen schrieb P»rr einen geistvollen Roman: r>r«r„pil ok xioaiurs. Kose garten übersetzte solchen ins Deutscheunter dem Titel der Freuden-Zögling. Friedrich Schulz dearbei-