Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Holländern abhingen nnd mit Niemanden als mit ihnen handelndurften. Die Stadt Cheribon liegt an einem klein-n Klaffe nichtferne von der See; sie hat gegen 27,000 Einwohner und sebr beträcht-lichen Handel mit Indigo, Caffee,- Reis , Baumwolle und Zucker.Nahe bei der Stadt lag sonst Holländis:e Besatzung in der FestungBescherning. In neuern Zeiten hat sich viel Cafsee im Handelgezeigt, unter dem Namen C d errbv.n-Caff e. Er ist von-lichte-rer Farbe (weniger bräunlich) als der Java Caffce.

Cherson, eine Russische Festung und Hafen am westliche»Ufer des Dniepers, in dem Gouvernement Nikolaiew gelegen, eineganz neu (1778) angelegte und bis zur Verwunderung plötzlich emporge-kommen Stadt, welche, Anfangs mit Colvnisten aller Art besetzt,schon binnen zehn Jahren eine Menschenmenge von iz,ooo zählte,Ju> 1 .1787 besuchten Katharina li. und Joseph tl. diese Stadt, undes wurde ein Ocsterreichescher Consul hier angestellt. Ehedem gab ,eSauch eine berühmte Handelsstadt dieses Namens an der Sükwestsprtzeder Taurischen Halbinsel; allein im vierzehnten Jahrhundert ging siezu Grunde, und man hat nur noch ansehnliche Ruinen, besondersgroße Wasserleitungen von ihr.

Chersonesus. Diesen Namen führten mehrere Inseln undVorgebirge. Besonders bekannt war l) der Cimmerische.Cder-sones (t 7 de,,one»u» Oimmsrio-I, diejenige Halbinsel an Deutsch-land, welche letzt den größten Theil des Königreichs Dänemark, oderHolstein-Schleswig und Jütland ausmacht; 2) der LaurischeChersones (OK. T-urica. auch m-ßn» genannt), die vvm schwar-zen Meere und dem See Mäoti« gebildete Halbinsel (heut zuLage die Klimm), ei» äußerst fruchtbares und lehr starken Handeltreibendes Land; 3 ) der Thracische Chersones (Ost. Hr»<-io».

! oder auch bloß Ohoironoau»), die große Halbinsel in Thracien ; dieheutige Halbinsel der Dardanellen.

Cherub, der Name eines höher» Geistes oder Engels beson-derer Art, in der heil. Schrift. Cherubim ist der Hcbr. Plural.An und für sich sind Cherubim wie Seraphim bloß bildliche Ausdrücke.Erstere» heißt: wie Jünglinge; Seraphim wie Feuerflam-me a. Cherubim nennen die Bildhauer auch ein Werk, das einenKindskopf mit zwei Flügeln vorstellt.

Cherubini (Lu-gO geboren zu. Florenz 17.64» einer der bedeu-tendsten und genialsten Compositeurs, und gewiß einer der geschätzte-sten in Frankreich sowohl als in Deutschland, wo man nur immerechterhabene Musik von dem gewöhnlichen Klingklang zu unterschei-den weiß. Aus seinen eigentlichen Lebcnsumständcn ist nicht sehrviel bekannt, als daß er, ein Schüler von Sarti, schon im achtzehn-ten Jahre (1782) zu Livorno eine Oper (Lckriano in Siris) setzte,die aber für die dortigen Kunstkeuver zu gelehrt war. In Mantuasetzte er 1784 eine zweite Oper: /tlssssnäro nsli' lnckie, wo ma»ihn besser verstand, und noch mehr zu Turin, wo er 1788 Ikg«ni-> inmit Beifall aufführte. Nach Paris berufen, machten seineOpern, Demophoon, Lovoiska, Medca rc. immer mehr Aufsehen;den Triumph aber, der ihn aufs höchste hob, erntete er durch seineallgemein bekannte und berühmte Oper: l«> <le„x jour»««», bei unsunter dem Titel: der Wasserträger, bekannt. Wirklich kannman, ohne parteiisch zu seyn, diese Musik als ein Meisterwerk be-trachten, da Fülle, Harmonie, Kraft und Erbabcnheil mit denangemessensten Charakteren sich vereinen, um dieses Stück auch noch