Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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der Gatt!» dies VicekömgS, Grafen del Linchoa z» Lima ja Per«, beieinem Wechsekfieber riech, welche solche gebrauchte und genas. Von dieserZeit an theilte die Viceköuigin selbst das Pulver dieser Rinde aus,und es hieß gewöhnlich, Gräfin del Cincbon-Pulver, oderGräsinpuluer. In der Zukunft hinterließ si den Jesuitendie Lustheilung des Pulvers, daher die Benennung Jesui-tenpulver. Man schickte bald darauf eine Portion nach Rom,von wo es weiter in Europa verbreitet wurde. Endlich kam imJahr 1460 der Graf del Cinchon Init seiner Gemahlin nach Spanienzurück, und durch sie lernte man die Chinarinde noch besser kennen.Von nun an fing man an, einen beträchtlichen Handel mit diesem Pro-dukt zu treiben. An Ort und Stelle unterscheidet man vier Arte» vonChinarinde, nämlich eine weiße, eine gelbe, eine rothe undeine ruuzliche. Gleich vom Anfange vermischte man schon die echteFieberrinde mit mancherlei andern. Die in den Apotheken ist gewöhn-lich dir gelbe. Man trift sie von verschied-»er Gute an. Die bestemuß nicht allzu dick, aber zusammengerollt und schwer sey». Ihreäußere Fläche ist rauch, und entweder braun, grau oder schwärzlich»die innere zimmtfarben. Zerkauet ist sie bitter, etwas gewürzbafrund zuiammeuzieheud. Auf dem Bruche zeigt gute Rinde Fliinmcr-chen, schlechte hingegen splittert sich und zerfällt wie Wurmmehl,wenn man sie in Stückchen zerbricht. Chemisch zerlegt enthält siebarzige und gummöse Theile, auch etwas Erde und Laugeusalz. DieKraft der Rinde läßt sich durch heißes und kaltes Wasser, noch mebraber durch gewöhnlichen Branntwein, und noch mehr durch Rheinweinausziehen. Eine Mischung auS Wasser und gereinigtem Weingeist,ist icdoch das allerwirksamste Auflösungsmittel. In Wechsclfiebernmnß die Chinarinde als spezifisches Mittel betrachtet werden, worinsie mit dem glücklichsten Erfolge angewendet wurde, und taufende»Gesundheit und Sehen wieder gab. Höchst wirksam zeigt sie sich auchin alle» chronischen Krankheiten, beim Brande, bei bösartigen Blat-tern, in Nervenkrankheiten, insonderheit in Menschen und hnpochvn-drischen Beschwerde», im Stickhusten, in der Ruhr, beim Skorbut.Die Chinarinde scheint daher inil Recht den ersten Platz unter den Arz-neimitteln einzunehmen, und wird auch in großer Menge verbraucht-In den Apotheken bat man davon verschiedene Präparate, als: Er-ttakte» Tinkturen, Essenzen, Pulver, Gyrupe rc.

Chiragra, die Gicht in den Händen.

Cbirographarisch, was auf handschriftlichen Versicherungenberuht: daher ei» Ehirographarischcr Gläubiger, welcherForderungen an einen Schuldner hat, die sich blos auf einen Schuld-schein, Wechsel oder dergl. begründen, und denen die hypotheka-rischen Forderungen vorgehen.

Cbirologie, die Fingersprache, oder die Kunst sich mit denHänden und Fingern verständlich zu machen.

Chiromantie, die Kunst aus den inueru Linien der Händedie Umstände und Schicksale eines Menschen zu erkennen. ,

Chiron, ein Sehn des Saturns und der Philpra, soll in Thes-salien unter den Centauren, und zwar in Gestalt eines Pferdes, >mrdie eifersüchtige Rbea dadurch zu täuschen, geboren worden scpn. Er»urde von seinen Zeitverwanbten für sehr weise gehalten, besondersaber auch für einen anten Arzt, Astronomen und Musiker. Auch dieChirurgie soll seine Erfindung scv», woher man auch dcu Namenableitet- Der Ruhm seiner Weisheit machte, daß ibm fast alle Für-