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denke«, auf dessen Befehl, seine Truppen, Magazine und Artilleriean die Französischen Truppen ab. Auch Toussaint Louvcr-lüre und Dessalines, Gnade bittend, schworen FrankreichTreue; allein alle drei suchten nichts sehnlicher, als neue Empörun-gen zu erregen, die besonders Toussaint vorbereitete. Dieses Klee-blatt von Bösewicdtern handelte icdoch selbst nicht aufrichtig gegensich. So wie Toussaint zuerst Biassou's Sturz vorbereitetharte; so suchte jetzt Dessalines den Toussaint und nachherChristoph den Dessalines zu stürzen. Zu dem Ende spielten Chri-stoph und Dessalines einen ''rief Tvussaint's, in welchem er die1 Neger zur neuen Empörung vorbereitete, in die Hände des Fran-zösischen Generals, und bewirkte dadurch, daß Toussaint nach Frank-reich geschifft wurde. An seine Stelle trat nun Dessalrnes,der nur den Zeitpunkt abwartete, wo die Französischen Truppendurch Krankheiten viel gelitten hatten, um durch neue Unruhen diesezu beschäftigen und aus der Insel zu vertreiben, wobei Christophund ein anderer Negergeneral, Clervaur, ihn unterstützten- Daendlich die Französischen Truppen genotbiget waren, die Insel ganzzu verlassen, und Christoph seinen Plan, Dessalines z» stürzen,durch eine Revolution vom 16. Oktober bewirkt hatte, stellte er sichmir einem andern Negergeneral, Pethion, an die Spitze der! Regierung in Domiugv; jedoch erhielten beide ganz verschiedenel Rechte. Pethion ward Chef der Mulatten <s. d. Art. Creolen)und durch die für sie entworfene Constitntivn vom 27. Jan. 1807i aus 4 Jahre zu ihrem Präsidenten gewählt. Hingegen wurde durch1 die für die Neger auf Cap Frangois entworfene Constitution vom17. Febr. Domingo unter seinem ursprünglichen Namen, Hapti,
, als ezne Republik und Christoph auf Lebenszeit zum Präsidentenund Generalissimus der Land- und Seemacht ernannt, mit demRechte, Krieg und Frieden zu erklären ss. den Art. Domingo).Allein zwischen beiden Generalen entstanden bald Mißhelligkeitcn,die endlich in völligen Krieg ausbrachen, der noch immer fortdauert.
Christus, s. Jesus.
Christusreligion, s. Religion.
Chromatik, in der Malerei das Kolorit, d. h. Licht undSchatten. Chromatisch in der Malerei: kolorirt, farbig; inder Tonkunst: in verschiedenen auf einander folgenden Tönen auf-und absteigend, halbtvnig. Chromatische Orgelclaves sinddiejenigen, welche die halben Töne angeben.
^ Chron ik, ein Geschicbtbnch, worin die Begebenheiten nach derOrdnung der Zeit, so wie sie auf einander gefolgt sind, aufgezeich-l net und beschrieben werden. So haben z. B. manche einzelne Ort-schaften ihre Chroniken, nämlich Bücher, in welchen alle sie betrof-; feucu Vorgänge und Begebenheiten seit den ältesten Zeiten aufge-zeichnet werden. Skandalöse Chronik ist die von Mund zuMund fortgetragene Geschichte geheimer Thorheiten, Fehler undAusschweifungen; die Aerger- und Lästergeschichte.
Chronisch heißt eigentlich, was in gewisse Zeiten fällt, daherauch chronische Krankheiten solche genannt werden, welchezu gewissen Zeiten wechseln, vergehen und wiederkommen rc. z. B.Gicht, Podagra.
Chronodistichon, Chrsnogramm nennt man solche Verse,aus denen man, wenn man einzelne Buchstaben herausliest, dieIahrrahl herausbringt; z. B. LonOManr xaLoN, wo denn