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eevLKI zusammen die Jahrzahl i8oo ausmachen. Chronogra-phie, die Zeitbcschrcibung oder Geschichtsbeschrcibung nach der Zeit-folge. Die Chronologie die Zeitrechnung; die Wissenschaft, dieZeit nach ihrer Folge und Verbindung gehörig zu berechnen undeinzutheilen. Chronometer, Zeitmesser.
Chrysolith, der, ein Edelstein, welcher eine grüngelbe oderpoineranzenartiqe Farbe bat, die etwas ins Grüne schielt; der weich-ste unter allen Edelsteinen, Topas. Chrysopras, oder gemeinig-lich Cbrysopas, eine Art von Goldstern oder Chrysolith, der sichdurch seine gelbgrüne, dem Porreelauche ähnliche Farbe unterscheidet.
Cbrysostonius (Johannes) Bischof zu Konstantinopcl, geb.zu Antivchien im Jahr Christi Z47, genoß eine gute Erziehung undgeschickten Unterricht, der ibm, bei seinen vorzüglichen Talenten,bald viele Kenntnisse verschaffte. Alle seine Lehrer liebten ihn, we-gen seiner Geschicklichkeit, Rechtschaffenheit und Freimüthigkeit.Einige Zeit lebte er in einer Gesellschaft von Einsiedlern in derNähe von Auriochien nnd übte ivre strengen Vorschriften aufs ge-naueste. Im Jahre Z86 aber wurde er Presbyter zu Anrivclüennnd predigte da mir außerordentlichem Beifall. Ganz wider seinenWillen wurde er im Jahre zyg Bischof zu Konstantinopel und werihn horte, bewunderte seine Beredsamkeit. Aber sein Eifer fnrSGute, seine Freimüthigkeit im Reden und große Rechtschaffenheit,ein Mangel der nöthigen Weltklugheit und falscher Religionsciftr,von dem er nicht frei war, machten ihm viele Feinde, die endlichseinen Untergang beförderten, so daß er 404 von Ksnstantino-pel vertrieben wurde und zu Coucnrsiis in Armenicu, wo ernoch für das gemeine Beste wirkte, im Jahre 407 starb. Er warder größte geistliche Redner seiner Zeit und kein Kirchenvater hatso viele Reden und Hoinilien hinterlasse» als er. DaS Charakteri-stische seiner Religionsvorträge ist vorzüglich eine hinreißende Bered-samkeit, aber öfters sind sie auch mir falschem Schmuck überladen,die Gedanken zu gedehnt, läppisch und spielend. In der Ausle-KunqSknnst übertraf er älle seine Zeitgenossen. Für unsere Zeitenist cr kein Muster eines guten Kanzelvortrags, doch findet man beiihm noch manches NachahmungSwürdige. Außer seinen Homilien,Abhandlungen rc> hat man von ihm 24g Briefe.
Churfürsten waren diejenigen vornehmsten Fürsten des deut-schen Reichs, welchen das Recht, einen Deutschen Kaiser oder Römi-schen König zu wählen, ausschließend gehörte. Beides, sowohl dieWahl des Deutschen Kaisers, als auch besonders das ausschließendeRecht der Churfürsten bei derselben, bildete sich nur nach und nachaus. In den ältesten Zeiten, unter den Cärolingcrn, war das Deut-sche Kalserthnm für die regierende Familie erblich; jedochwählte man willkührlich einen Regenten aus derselben, ohne auf dienähere oder entferntere Verwandtschaft des neuen Kaisers mit seinemVorgänger Rücksicht zu nehmen, so daß mithin das Deutsche Kaiser-tbum zugleich ein Erb - und ein Wahlreich war. Nach Abgänge derCarolingcr, oder seit Cvnrad i. (gest. yiy) war Deutschland ein förm-liches Wahlreich; ohne daß man jedoch von der Familie des ver-storbenen Königs leicht abging. Die Wahl selbst geschah vo» der gan-zen Demschen Nation, welche, nach den vier Hanptnatione» dersel-ben, Sacksen, Baiern, Franken nnd Alemannen, und Schwaben, vierNationalstimmen hatte; jede Nation ernannte aus ihren Stauden undAdel Einen oder den Andern zu Wählenden, worauf der Herzog mit