Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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spricht nun hier ebenfalls von Classischem und Classilern. Zuerst ver-stand man darunter vornämlicy die Schriftsteller der Griechen und Rö-mer als muste hafte Schriststeller, und es mag wohl viele gegeben ha-ben, dre der Meinung waren, daß man die Ehre, ein klassischer Schnfr-steller zu seyn, nur mir seine», Tod erkaufen könne; i« es bat selb,, ansolchen nichc gefehlt, weiche debai-ptecen, es könne nur klassische Schrift,stesier in «uscestorvenen Sprachen geven. Dem ungeachtet hat manauch unter den Neueren klassische Schriftsteller auaenvuunrn. Zudemman nun klassische Schriftsteller von nicht klassischen unterschied/ be-zeichnete man dadurch an ihren Werken einen gewissen ihnen eigen-rhümüchcn Werth. Nur worein dieser zu seyen sey, wußte man nichtrecht; bald sezte man ihn in die Sprache, bald in die Gedanke».Sah man aber bloß auf „Corrrkkheic der Sprache," so stand man inGefahr, cfters den geistlosen Grammatiker über das seltenste Genresetzen zu muffen; sah man blos auf die Gedanken, so mußte manwohlauch eine Menge Fehler zu Lugenden stempeln. Daher wurde derAusdruck Classisch sehr schwankend gebraucht, oft mit dem Vortreff-lichen überhaupt verwechselt. Dann wäre aber der lremde Ausdruckvöllig überflüssig. Nicht aber das Vortreffliche überhaupt, sondernnur das Vortreffliche einer gewissen Art soll damit bezeichnet werden,und zwar „der höchste Grad der ästhetischen Cultur i» Darstellungen,„worin Originalität und Correkrheit sich vereinigen. Originalität derGesank.u, Richtigkeit des Ausdrucks, remstes Ebenmaß der Form,wodurch alle jene Mißverhältwsse vermieden werden, die der überspru-delnde Witz oder die regellose Pbamasw stiften, Las sind die Merkmaledes Classischen. Diejenigen Schriftsteller der Griechen und Römer,welche Muster für alle Zeiten geworden sind (man sieht leicht, daß indem jezt best inmte» Sinne nicht alle klassisch genannt werden können«indem es unter ihnen m rtelmäßige und schlechte gab, wie bei uns)sind eS in her That eben kicdurch geworden.

Clandilliins, (Claudius ) ein römischer Dichter aus Aleran-dricn, lebte zu Ausgangs des gten und zu Anfange des zren Jahr-hunderts, und war zugleich ein erfahrner Krieger. Mir krü-gerischevBildung verband er genaue Kennimß der römischen Classi'ker, undzeigte seine- erworbenen Kenntnisse wir vielem Talent in mehrere»Zweigen der Litryatur. Außer mehren, panegyrischen Gebuchten,auf Hvnorius, Stilico u. a., besitzen wir von ibm zwei epische Ge-dichte, den Raub der Proserpina und eine (unvollendet gelassene) Gi-gantomachie, mehrere historische Gedichte, Schmähgedichte, Gelegen-heitsgedichte / Episteln :c,

Claudius, Matthias, genannt Aswus, oder der WandebcckcrBote, ist einer unserer besten und beliebtesten Volksvichter, dessenprosaische und poetische Werke ein sehr originales Gepräge echterLaune, unbefangener Naivität und offner Herzlichkeit haben. Erwurde i?4L zu Reinseid-, eurem Flecken im Holsteiuischcn, in der-Nahe von Lübeck, geboren. Anfangs, lebte er als Privatmann inWandstbeck, einem Städtchen bei Hamburg, ward in dem Jahre 1776HherlanLkommiffär zu Darmstadt, reflgnirte aber uud ging 1777Oic-er nach Wandsbeck zurück. Im Jahre 1788 wurde er Reoiiorb?t der. Schleswig-Hslstemischcn Ba> k zu Alton«, welche Stelleihm jedoch erlaubie, nach wie vor in 'einem geliebten Wandsbeckzu »ohne». Er sammelte seine poetisch:'» und prosaischen Aufsätze,-hie im Wandsbecker Bote-, einer politischen Zeitung, in d-n Ham-hurerschen Adrcßkomkoiniiichricht«!!, im Gvktingischen Mnsenalma-