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Compressibilirät ^Lat.i. Dieses Wort drückt sehr bequemdiejenige Eigenschaft der Körper aus, vermöge welcher sie sich durchhinlängliche Kraft zusammendrücken, d. i. bei »»verringerter Masftin einen engern Raum dringen lassen. Diese Eigenschaft eines Kör-pers setzt voraus, daß seine Bestandtheile im gewöhnlichen Anstaubeeinander nicht so nahe sind, als sie seyn können. Da nun alle KörperAwischenräume haben, in welche fremde Materien dringen können, so istwahrscheinlich, daß alle Körper cvmprcssibel sind, ob man gleich beimanchen eine viel beträchtlichere Kraft anwenden muß, um die Cvm-pressii», zu bewirken. Die Körper, die «n ihr> n vorigen Raum zu-rückkehre», wenn der Druck anshvrt, heißen elastisch, bei denendies nicht der Fall ist, weich.
CvmpressivnSmaschine nennt man die Vorrichtung,Lurch welche elastische flüssige Materien zusammengedrückt oder ver-dichtet werben können. Dergleichen ist z. D. eine mit Hähnen ver-sehene Luftpumpe, durch welch man die Lust unter sest verschlossenenGefäßen verdichten kann. Es gibt aber auch ganz eigne Maschinenzu Kompressionen, von denen Abich kürzlich eine erkunden hat.Diese besteht aus einem metallenen Cylinder, der 21 Zoll zjz Linienhoch ist, und z Zoll 7! Linie im Durchmesser hält. Die Dicke seinerWände betragt i Zoll 2! Linien. Dieser Cylinder wird mit Wassergefüllt, und ein eiserner mit Leder umlegter und genau passenderStämpel werd hineingetrieben. Zu diesem Hineintreiben bedientemau sich zuerst einer Schraube, aber hernach wurde, zur bessernBestimmung der Kraft, ein Hebel vorgeschlagen, der den Stämpel nie-derdrückte. Ein an dem Stampel befindliches Merkmal zeigt durchseinen Abstand von einer am Cylinder befestigten Querleiste, wieweit der Stämpel hinein - und bei nachlassender Kraft wieder heraus-getrieben wird.
Cvmpromittircn (auf einen), einen zum Schiedsrichter wäh-len. In der Umgangssprache, wo dieß Wort häufiger vorkomme,heißt, einen cvmprvmittiren, ihn in eine Sacke mit verwickeln, sodaß «r daran Theil nehmen, oder verantwortlich sey» muß. Jemandz.B. erzählt in einer Gesellschaft eine Sache, die einer angesehenenPerson zum Nachtheil gereicht, und da man ihm widerspricht, berufter sich auf mich, daß er es von mir gebort habe, d. h. er coinvromit-lirt mird, setzt mich in den unangenehmen Fall, daß man mich fürden Urheber oder Verbreiter dieser Nachricht hält. Oder ich vertraueJemanden etwas unter dem Siegel der Freundschaft, und setze hinzu tIch hoffe sie werden mich nicht comprvmittircii, d. h. sie werden vonmeinem Vertrauen keinen Gebrauch muchen, wodurch meine Cbreaufs Spiel gesetzt, oder ich aus eine unangenehme Art verwickeltwerden könnte. Immer liegt m dem Ausdrucke, einen comprv-mittiren der Sinn: ciuen bloß stellen, mit verwickeln, mit insSpiel ziehen, so daß daraus für ihn Verdruß Schande, oder Nach-theil entspringt. Man sagt aber mich oft: sich compromittiren, d. h.sich ausstellen, sich bloß geben, seine Ehre aufs Spiel setzen, sich etwasvergeben. z.B. N. bat sich in der gestrigen Gesellschaft compromiltirt,d. h. sich einer ihm sehr nachtheiligen Beurtheilung ausgesetzt. WerDinge, die kein Vernünftiger glaube» kann, als Wahrheit behaup-tet, der comprvmitnn seinen Verstand, d. b. »r macht sich verdäch-tig, daß er ibm daran fehle. Cvmvroinifi: Verqleich streikenderPersonen , daß sie sich mit dem Aussprache eines gewählten Schieds-richters »volle» begnügen lassen. Dieser Ansspluch selbst. In der