Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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zu Ostfricsland und r6;o von der Kduigin Cbristina von Schwe-ben als Leibarzt bestellt wurde, sonher» auch i tzüg eine Französ.Pcnsio»von 2«» Liv. und idüy den Titel eines Dänischen Etatsrarvs erhielt,auch in vielen wichtigen Reichs- und Staatssachcn zu Ratbe gezogenwurde. Das größte Verdienst als Lehrer und Schriftsteller »rwarb«r sich um die Geschichte des Deutsche» Reichs und um das DeutscheEtaatsrecht, in welchem letzter» er eine ganz „>ue Bad» brach. Erschrieb zwar selbst wed r System noch Campend,um, aber desto mehrAbhandlungen über einzelne Materien die Ändern zum Muster die-nen konnten, und desto großer war dieIabl der gelehrten Schüler. dieerzog. — Eine vollständige Ausgabe seiner Werke, herausgegebenvon I. W. Gvbel, erschien i?Zo zu Braunschwetg in 7 Foliobanden,dabei sein Leben. .

Cvnsalvi (H.), geb. zu Toscanella ,757, Kardinal. Staats-sekretär oder erster Minister Plus VII , verdankt sein schnelles Em-porkommen den Umständen der R°volution» von lnr er ei» Feindwar. Ohne diese wäre er wahrscheinlich Prälat geblieben, ober nickteher Kardinal worden, als in seinem hoben Alter. I» s iner Jugendhatte er nickis als die Talente der Gesellschaft, die Literatur unddie Musik ausgebildet, Er betrat seine Laufbahn unter den Auspi-zien einer schönen Figur und empfehlender Talente. Die Art, mitder er die Französische Revolution betrachtete, gefiel den Tanten Lud,wigs XVI., durch deren Fürsprache er den Platz eines Au-itors vvnder Rvta erhielt, eine Stelle, die zum Kardlnalsbule fühlt. AISdie Franzosen sich Rom näherten, erhielt er den Auftrag, über ihreParteigänger in Rom zu wachen, was die Veranlassung gab. daß ernebst Barben und Mariano in die Engelsburg in Verhaft gebrachtund nach dem Einmärsche der Franzose» 1798 ins Erik verwiese«wurde. Er »ahm Theil an dem Konklave zu Venedig, wo P,us VII.gewählt ward, und war nach dieser Wahl einer der ersten, welcheden Purpur erhielten. Hierauf ward er zum Etaarsiekretair ernannt.Bei dem Pariser Vertrag zwischen dem ersten Konsul und dem Pap-ste, kam er nach Paris, unterzeichnete das Konkordat und ward indie glänzendsten Zirkel eingeführt, wo sein Geist und angenehmerUmgang allgemeine Bewunderung erweckte.

Conscription, Ausschreibung (Lnrollnmsnr) kriegsdienst-fähiger Mannschaft aus den verschiedenen Kanlong zu regulair.r oderLandmilij, zu Haus - und Liniencrurpcn» Nationalgarden u. s. w.Sie ist entgegengesetzt der Werbung und dem Landsturm. DerName kommt aus der militairjschen Verfassung der alt.» Römer.Jeder Römische Bürger mußte dem Staate vorn 17. bis zum 45.Jahre als Soldat dienen, und deshalb fand keine Werbung, dienur freiwillig ist, sondern bloß Aushebung (vel-cnis) Statt. Ge-wöhnlich und gesetzmäßig wurden jährlich 4 Legionen Fußvolk (üüüSMann eine Legion), 2 für jeden Konsul, und zu jeder Legion zooMann Reiterei ausgeboben. Der Konsul, der zu den Zeit,» derRepublik jederzeit auch Anführer des .Heeres war, kündigte in jedemJahre, nachdem die Kriegsobersten (Legionslribunen) gewählt waren,durch ein Ausschreiben, oder den Herold, sie Auswahl oderAushebung der Truppen an (inilite« -oxsre, oolligse«, scrihere,conioribors), und dieß ist die eigentliche Comeriprioa. Alledienst- und waffenfähigen Bürger mußten sich bei Ve lust beS Ver-mögens und der Freiheit auf dem Marsfelde oder Kapjrvl versam-meln , wurden hier nach ihren Abtheilungen (Tribug und Centurien)