18 Cvn
a«ch Pensionärs darin anf, die hier musikalische Bildung erhalte«»olle», da man in Italien den Unterricht i» den Conservatoricn al-lem Privatunterrichte vorzieht. In Neapel gab es drei Cons rvako-rien für Knaben; in Venedi» vier für Mädchen. Das berühmresteunter jenen war die Santa Maria di Lorctto. Leo und Du rankewaren hier Lehrer gewesen, und unter ihren Zöglingen zählte es dieberühmten Namen von Lraetta, Picciiii, Sacchinj. Gugileimi,Anfossi, Paesiello u. A. Gewöhnlich waren bis über roo Eleven imESnsetvatorlUni di Lvretto, in den ander» etwa die Hälft,. Mannahm solche vvm 8. Jahre an auf bis zum 20. hin. Die Dauer, wosie sich verpflichten mußten, zu verbleiben, war gewöhnlich auf achtZabre festgesetzt. Entdeckte man indessen kein Talent an ibnen, sowurden sie bald zurückgeschickt. Die Cons, rvatorien für Mädchen inVenedig waren auf denselben Fuß eingerichtet. Man nannte sieOipsckalo äsll» kisla; ls >I«nclic»nki; I« Invnrslitli und t'Oips-ck-lsltv äi 6iovanni s Paulo. Säcch.ni war lange im letztemder erste Lehrer. In Beziehung auf Sitten wurden die Mädchensehr strenge gehalten, und sie blieben gemeiniglich so lange in denEonservatorien, bis sse vcryeirathct wurden. Alle Instrumente beiden öffentlichen Konzerten wurden hier von Mädch.n und Frauen ge-spielt. Aus diese» Conservatvrien ist immer die große Anzahl vomKomponisten, Sängern und Sängerinnen hervorgegangen, w, Ickeganz Europa überschwemmt habe». Seit der Französischen B fih->nähme von Italien hat sich vieles geändert. In Neapel ist nur das«i«Il» plotL beibehalten. Man will indessen die neue Organisationnicht loben. In Mailand ist izoz vvm Vicekönig ein neues Conser-valvrium errichtet, dessen Dircktivst Asivlin anvertraut ist. Es hat14 Professoren und So Eleven. '
In Frankreich war bis zu dem Zeitpunkte, daß die Italienische.und Deutsche Musik durch Piccini, Gacchini, Glnck und Andere grosseMeister bekannt wurde, die Musik überhaupt wenig kultivier. Jetztsühlte man, daß man Sänger für eine Musik, die nicht wollte ge-schrieen sondern gesungen seyn, erst bilden müsse. Die Oper legtealso eine Musik-Schule an, und 1784 nabm der Baron von Bre-teuil, Minister, solche unter besondern Schutz, und erhob sie zurecolo eo^al« äo olrant «r ü« ckevlamarioii. Indessen erst in derRevolution entwickelte sich dieß Institut zu größerer Bedeutung.Man fühlte insbesondere jetzt das große Bedürfniß, um vierzehnArmeen mit Instrumental-Musikern zu versorgen, und im Novem-ber 17YZ dekretirte daher der Eonvent die Errichtung eines In,Urneriatiov»! cko Nuiiquo- Späterhin erhielt es im Jahre I7y; seinedefinitive Organisation und den Namen 6on,erv,rc>ire. Die An-lage war gleich kolossal. Es sollte für beide Geschlechter dienen.Loo Zöglinge sollten aus allen Departements dazu gewählt werden,«ud uz Lehrer wurden dabei angestellt. Die Ausgaben wurden auf240,600 Franken gesetzt. Im Jahre «gor würden die Ausga-ben auf r00,ovO Franken, und folglich auch die Anzabl der Lehrervnd der Eleven beschränkt. Der Bestand und dle Einrichtung jmZ. l8v2 war folgende: Jm Ganzen ist das Pariser Conservatoriumrn 2 Hauptkiassen getheilt, für Musik und kür Deklamation. Ein Di-rektor und drei Jmpektoren leiten das Ganze. Diese sind Gvffec,Mehul und Cherubim. Sie lehren die Compvsikion 12 Zöglinge».Corel und Verton lehren die Harmonie zo andern; Garat, Richcrund Gerard sind alö Lehrer des Gesangs angestellt mit Z5 Eleven;