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erzeugt, und nichts auszuführen, was nicht den eigenen Bedarf über-steigt. — Endlich nennt man Coutrebande auch solche Waaren, vondenen die für die Einfuhr vom Sraate bestimmten Abgaben nichtentrichtet worden sind.
Contra-Protest. Wenn der Bezogene einen Wechsel nichtbezahlt, so läßt der Inhaber des Wechsels darüber ein notarielles'Dokument aufnehmen, als Beleg, daß er mchiö bei der Präsentationversäumt hat. Dies nennt man Protest und wird darüber dasNähere an seinem Orte gesagt werden. Um gegen den Bezogenen,
>n so fern er den Wechsel acceprirt hatte, nach den Wechselgcsekeirverfahren zu können, ist in einige» Ländern der Gebrauch, wie eSZ. B. inHoIland der Fall war, daß der Wechsel erst vom Inhaberdem Aussteller muß wieder präsentirt werden znm Rembours. Wei-sen er diesen, so wird darüber ein neues Dokument aufqniommen»welches man Contra - Protest nennt, und nur auf den Protest undden Contra-Protest kann hier eine Wechselklagc gegründet werden.Ueberhaupt also ist der Contra-Protest, der beim Aussteller auf ver-weigerte» Ersah aufgenommene Protest.
Contravunkr (Musik). Ursprünglich wurde darunter dieharmonische Vealcitung von mehreren Stimmen, welche man zu ei-ner Melodie sehte, verstanden. In älter» Zeilen wurden nämlichdie Noten bloß durch eine Reihe Punkte, auf verschiedene Linien ge-setzt, angedeutet, und wenn ein oder mehrere Stimmen zur Beglei-tung dazu gesetzt werden sollten, so mußte gegen eine solche Reihenoch eine andere, und also gegen jede» Punkt »och einer gesetzt wer-de». In dieser Bedeutung beißt also der Contrapunkt eigentlichnichts anders, als die harmonische Zusammensetzung, oder die Kunstdes Satzes selbst. In engerm Verstände aber ist er die be-sondere Art des Satzes, nach welcher die Stimmen gegen einanderverwechselt, und ohne Veränderung ihres Ganges und Verletzungder Harmonie hoher oder tiefer gesetzt werden können, so daß z. V.der Gang im Basse, welcher vorher die Diskant-Stimme bloß be-gleitete, nunmehr diese Stimme selbst als Melodie hat, und hin-gegen die vorherige Diseanl-Stimme mit dem Gange des Basses,welcher vorher zur Begleitung diente, vertauscht wird -c. Und diese»wird der doppelte oder vielfache Contrapunkt genannt.
Csiitrasigniren, gegenzeichnen, d. h. eine schon unterzeich-nete «chnft zu größerer Beglaubigung noch mir einer Gestemmter,schuft neben der cr,cen versehen. So wird jede landesherrliche Ver-ordnung, der königlichen oder fürstlichen Unterschrift gegen über, nochvon einem Staatsnnnister unterzeichnet.
Contra it (schone Kunst). Daß entgegengesetzte Dinge nebeneinander gestellt, sich wechselseitig in ein stärkeres Licht setzen, isteine langst gemachte Erfahrung. Hohe und glänzende Farben schei-nen nebe» dunkeln und schwachen noch höher uns glänzender» so wieme dunkeln neben den hohen dunkler, die schwachen neben glänzeudeir'.'vch ichwächer. Das koitissimo schallt stärker nach dem zikanissiioo,°w,es rönt leiser nach jenem, und eine plötzliche Generalpause nachv-m ko«r,»mo macht durch den Contrast einen wunverdaren Ein»Alle djest Wirkungen des Contrastes sind längst bekannt ge-«S; dennoch hat es nicht gelingen wollen, das Wesen des ContrastesMu zu bestimme», wobei ein Hauplhinderniß die Verwechselungeg-kben mit der Antithese war. Antithese hat zwar mit dem Con-cile gemein , daß in beiden eine Vereinigung verschiedenartiger Ge-