Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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Con 4;

beruht aber auch die Lachen erregende Kraft der Vorstellungen (komi-sche Kraft), die in viele» Fällen als eine rührende Kraft im weiter»Sinne beirachtet und als solche gebraucht werden kann. (S- Lächer-lich.) Ueberhaupr aber dient der Kontrast, die Einförmigkeit z«vermeiden und die Mannigfaltigkeit zu befördern. Aus diesem Ge-sichtspunkte ist er vornehmlich in der Theorie der bildenden Kunst ge-nommen, wo man ihn dem bloß Symmetrischen, das nur Steifheithervordringen würde, entgegengesetzt. Dalur Cvntrast der Schat-ten und Lichter, Cvntrast im Ausdruck, in der Charakteristik, in de»dargestellten Personen nach Alter, Geschlecht u. s. w., in den Grup-pen, in den Stellungen und Bewegungen der Figuren, ja einer undderselben Figur, an welcher z. B. nickt beide Schultern und huste«einerlei Lohe haben sollen, das Haupt sich gegen die erhabene Schulterneigen, der Arm der Seite, an welcher der Fuß sich nach hinten de»tvegt, sich vorwärts bewegen, das Gewölbte der einen, das Flacheder andern .Hand sichtbar seyn soll. Nur wenn der malerische Con-traft auf diesen Contrast der Figur, wie allerdings bisweilen gesche-hen ist, eingeschränkt wird, durfte der Herausgeber des ästhetische«Handwörterbuchs Reckt habe», daß sich die Bedeutung des Cvntrastcsin der Malerei ganz von der gewöhnlichen entferne. Nirgends aber hatman wohl den Künstlern willkührlichere und sonderbarere Regeln auf-bürden wollen, als eben in Ansehung dieses sogenannten Cvntrastcs,wovon wir unter dem Art. Gemälde noch manches beizubringenGelegenheit haben werden. Nimmt man mit Mengs an, daß manm der Malerei unlerContrast verstehe eine zweckmäßige Abwechselung>n den Partieen, also das Entgegengesetzte von dem, was mau Wie-derholung nennt, so dürfte der Ketzer Diderot ohl Reckt haben,wenn er sagt: „der einzige Contrast, den der Geschmack billigenkann, ,,r der, der aus Verschiedenheit der Energie und des Interesseentspringt. Es bedarf keines ander». Der Contrast der Studirstube,der Akademie, der Sckule ist falsch."

Contravallationslinie. Die Vcrschanznngen der Bela-gerer gegen die Ausfalle der Besatzung.

Conlre - Admiral. Ein Befehlshaber zur See, der nachvem Vlce-Admiral den Rang hat, der dritte Seeoffizier: bei denEngländern Mcar-Admiral; bei den Holländern Schont boNacht, d. h. Nackt - Schulze, nächtlicher Flottcnwächter. ^

Contrcmarche. 1) Rückzug der Truppen, um rückwärtsFront zu machen; bei den Franzosen wird dabei kommandirt: gar<l«a vous , Achtung ! — oontr-marvlis . zu contrcmarschiren ! — p»rtile a ckrono, Mit Rotten Rechts um! ruarofis, marsch! — krönt»kalte» Front, halt! — ä ärnits ali^nsment, Rechts — richt' euch!m ,nxo> gerade aus! 2) Andere Richtung eines Kriegsheers. 3)Beun Seewesen, wenn alle Schiffe einer Flotte, die in einer Liniestehen, sich hinter das letzte Schiff stellen.

Contremarque. Beim Eingang in Conzertsäle, Schauspicl-vauser u. dgl. muß das bezahlte Einlaßbillet abgegeben werden. Willman nachher wieder in den Zwischenakten oder sonst auf einige Zeitsank r herausgehen, so bekommt man das Billet selbst nickt zurück,rn anderes Billet, welches Contremarque genannt wird, das>an bei der Wiederzurückkunst am Eingänge zurückgibt,de!»»- - Partie. Im Billard eine Partie Contre spielen,

so »,el als um eine doppelte Partie spielen. Jeder von beiden