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Don dem-Augenblicke an beseelte ihn ei» unauslöstlsticher Hast qcMdas Volk und dessen Stellvertreter (Tribunen); er verband sich gs-nanernvch, als vorder, mir den Patricier» oder dem Ädcl, zudemer selbst gehörte, und bald fand er Gelegenheit zur Vesricdignng sei-ner Rachsucht. Er schlug nämlich bei einer langwierigen Getreide-theuerung bor, dem Volke, dem sie am drückendsten wär, unter kei-ner andern Bedingung Getreide zu reichen, als wenn es seine/Lot-rechte aufgeben wollte. Allein sdglcich klagten ihn die Tribunen, de-nen er ohnehin als Aristokrat verhaßt war, des Verbrechens der Ty-rannei und der beleidigten Volfsmajestät an; und er ward nach ge-haltenem Gericht, bei dem die Tribunen alle Künste der Verleumdunganwandten, aus dem Vaterlande verwiesen. WUtbend vor Zorn undVerzweiflung überredete er den König der angrenzenden Volsker,Tnllns, die Reiner zu bekriege», erhielt selbst ein Heer, eroberte vielePlätze, und nahte sich schon den Mauern der zitternden Hauptstadt.Gesandte der Römer baten ihn um Frieden, allein umsonst! Priesterselbst nabten sich ihm und siebten um Schonung , allein er wies siezurück; das Volk wollte das verdammende Urtheil widerrufe», alleiner lachte über ein solches Anerbieten. Endlich ging seine Mutter, be-gleitet von seiner Gemahlin und Kindern, zu ihm ins Lager, stellte ihmdas Schändliche seiner That vor, nnd hörte nickt auf, ihn um Ret-tung Roms zu bitten. Run erst erwachte in seiner Seele die längstschlafende Anhänglichkeit an sein Vaterland und seine Familie: ergab der Mutter Bitten Gehör, und ließ, von Gewissensbissen ge-peinigt, das Heer zurückziehen. Sein ferneres Schicksal ist unge-wiß : Einige sagen, Tnllns habe ihn, da er durch den Rückzug auchan ihm zum Vcrrätk/cr geworden sen, umbringen lasse»; nach Ad-dern Nachrichten soll er bis rns späteste Alter als Verwiesener einelendes Leben geführt haben. Diese Härte des Schicksals traf ib»nicht unverdient: denn wenn er gleich wegen feiner ehemalige»Verdienste mit etwas mehr Nachsicht hätte behandelt werden sol-len, und wenn auch sein Uebergang zn den Vvlskern Folge dckUebcreilung und Leidenschaft war, so bleibt doch die Art, wie ersich an seinem Vaterlande rächte, höchst ungerecht und vcrab-scheuungswerth»
Coriphäus. Der Führer oder Anführer des Chores, sowohleines Chores im Schauspiel, er mag gewisse Worte singen oder spre-chen, in welcher Bedeutung es Schiller gebrauchte, als auch nochmehr eines Cboreö, das einen vvllstimmigcn Gesang anstimmt,welchen er leitet.
Corneille (Pierre) wurde iüo6 zu Rouen geboren, woselbster General-Advocat an der sogenannten marmornen Tafel war, »»bstarb zu Paris >684 als Deca n der Französischen Academie undSchöpfer des tragischen Theaters. Er unterwarf das Traucrspieden Gesetzen des Aristoteles. Man nennt ihn denG r v pe», weiler mehr Heroismus, als wahre Natur vorstellt; mehr in Erstaune»setzt, als rührt. Erhabene und edle Gesinnungen, verbunden l»Ceiner kräftigen Sprache, haben seine nicht immer wvhltlingende»Verse. Seine vorzüglichste» Trauerspiele sind Ein na, Polyeuct,die Horatier und Cid. Von geringerm Werthe sind seine Lustfspiele, die nur von Seiten der Intrigue einigen Werth habe». D»"erste derselben, wie überhaupt se>» erstes Stück, Melite, wurde 162-; >"dem Jahre, in weichem sein Bruder Lhomasgeboren wurde, aufgesuhkt.