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2 ä ss-kneiu'Aenßen, so wenig, als IN seinem Umgänge erkciiinte man denKroßen C o rn ei! l e, ersteres »dar gemein, öfters nachlässig. 2» derKonversation zeigte er sich wmig gesprächig und drückte sich gemeiniglichverworren aus- Eine Dame, die ihn zusehen verlangte, saatev«n ihm: man müsse nur im Hotel dc Aon'rgvgn'c (auf demTheater) seine Bclanntschaft machen. Er besaß einen hohen, dieUnabhängigkeit sibähenden Geist, der sich nicht znm Schmeicheln und .Kriech- „ herablassen konnte; daher war ibm der Hof zuwider. Ge-schäfte, selbst die leichtesten, ekelten ihn an. Die vielen Lob-wküche, die efterMft,' machten ihn gegen den Ruhm nie »nein»psindlich, doch war er nichts weniger als eitel. Zuweilen'traute erseine» Verdiensten selbst nicht und glaubte zu schnell , daß er Nebrn-"dbler haben könliie.' Mit der il»n eigenen Aufrichtigkeit und Recht-schaffe,iheit verband er eine ängstliche Religiosität. Nacin/ zeigteÜsiu sein erstesLeauerspiel, den Äle ran der, und erbat sich cini-,kfti Unterricht von einem so großem Meister. Corneille machte,.'chchbem er sich das Stück hatte vorlesen lassen, dem Verfasser großeH>beserkebungen, gab ihm aber zugleich den Rarb, sich auf eine.l>»dcre Dichtungsart zu legen, indem er zur draniarischcn kein Talent's« haben scheine. Ein Beweis, daß große Männer schlecht vonw'inoeu Verdiensten urtheilen können, denn es war gewiß nichtAfto, der aus Corneille sprach. Dieser große Dichter hatte imEchanspielhausc seinen bestimmten Platz und wenn er auf demselben"schien, erhob sich jedermann aus Ehrerbietung und das Parterre ap-pliiu-irke. Die vorzüglichste "Ausgabe seiner Werke ist von Voltairesber sich Corn. Soldat zu nennen pflegte) besorgt und lehrreich com-weittirr worden. Den Gewinn, den er daraus zog, trat er einer Ur-mvli» des Dichters äb, die weiter nichts M ihren bcnihmlcn, Na-besaß. Er lhar noch mehr für sie; er vertrat die VaterstelleA lhr, verschaffte ihr eine ihrer Geburt und ihren Talenten äuge-.»sMe Erziehung, verheirathete sie pottbeilhafr und bezahlte so dieschuld ssUier Nation. — Thomas Corneille, des vorigen'162) zu'Neuen geboren, wurde nach seines Bruders Tode.AMicd der Franzvsijche» Akademie, und 1701 Mitglied der Akädc-. k 2 uschnskcn, war im Alter ganz blind, und starb i/öy zu An-eeUln deryiormandie. Erwar nicht »ur ein großcrGekehrter, sondernsisich ei,, schätzbarer Schriftsteller im Fache der schönen Literatur, und.A"e TtaNenpiele sind ebenfalls vorzüglich. Sein vorzüglichstes-ruck ist Timoerate. Beide Bruder gaben ein seltenes Beispiel, dersörtev^'' d"in ob sie gleich um den Beifall des Pnblicum« wettei-s° wohnten sie doch beständig beisammen, beiralheten zweidi-"nd nie trübte ein Zwist ihre häusliche Glückseligkeit,wurde ftesslichen Charakrer beider großen Männer sehr erhöht
»- C ? lia, eine gelehrte Römerin, deren Mann, Sempr 0-'"t.ucchns, im Jahr 577 uach Erbauung der Stadt Romv,s^wuc,ster zu Nvm war; ihr Vater war der berühmte Scipioi^ u n 11 s. Man bat von ihr die Anccdote, daß , als eine DameKux* Gegenwart mit ihren viele« Edelsteinen prangte, sie auf ihreh,, "" hinwies, welche sie, da sie solche znm Besten des Daterlan-° aufgezogen, für ihren einzigen Schatz hielt.
Cornelius Nepos, ein berühmter Römischer Geschichtschrei-"us Hostiljg im Veronesischen Gebiet, lebte im goldnen Zeitalter