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Chef der Aeronauten- Fast zu derselben Zeit warf die Commissionder Bergwerke ibre Augen auf ihn, da sie die Absicht hatte, denMangel an Zeichenstiften, die mit großen Kosten aus dem Auslandebezogen wurden, durch Französische Industrie zu ersetzen. DerWunschseinem Varerlande nützlich zu werden, bestimmte ihn, einen Versuchzu wagen und die immer steigenden Resultate hatte« den Erfolg, daßFrankreich binnen einem Jahre die Manufaktur besaß, die seinen Na-men tragt und diesem Reiche einen neuen Handelszweig verschafftHat. Aber bald erhielt er nebst andern Gelehrten den Ruf zu der be-kannten Crpedition nach Acgyplen und er reiste daher am 6 . FlorealI7Y8 in der Qualität eines Brigade-Chefs des Aeronauten-Corps,welches er zu Meudon befehliget, und aus den fähigsten Künstlerngebildet halte, zu seiner neuen Bestimmung ab. Bei seiner Ankunftin Alerandrien stellte er auf dem daselbst befindlichen PharuS binnenzwei Tagen auf die einfachste Weise Oefen zu glühenden Kugeln her,so daß die Englischen Schiffe, welche etwa durch Ueberrumpelung jeneStadt hätten nehmen wollen, in gehöriger Entfernung gehalten wer-den konnten. Von da nach Cairo gerufen, errichtete er daselbst balddie nöthigen Werkstatte für die Bedürfnisse der Armee an Waffenund zu allem öffentlichen Nutzen, so wie auch mehrere Windmühlen,Maschinen für die Münze von Cairo, für die orientalische Druckerei,für die Pulverfabricatjon. Zugleich stellte er verschiedene GießereienlSchmelzhütten) her, und sowohl Stahl und Säbel, als auch gefir-nißte Leinwand, Pappe rc. wurde in seinen Werkstätten gefertigt!.Er vervollkommnete die Brvtbäckerci, verschaffte die Erfordernisse fürdie Hospitäler, mathematische Instrumente für die Ingenieurs, Glä-ser für die Astronomen, Vergrößerungsgläser (Loupen) für die Na-turforscher, Stifte sür die Zeichner, kurz alles was zu einer solchenExpedition, bei einer solchen Tendenz, in einem solchen Landeuvr nöthig ward. In kurzer Zeit verdankte man ihm auch einen T e -lcgraphen, obgleich dessen Errichtung in dieser heißen Atmosphäreunendliche Schwierigkeiten harre. Es ist unmöglich, alle die Arbei-ten, welche er in Aegypten vollendet oder doch begonnen hatte, an-zuführen , die er aber durch seine unerwartete Rückkehr von dieserExpedition zu verlassen gezwungen wurde. Doch so große Verdienstedsteben auch nicht uubelvhnt. Er ward eines der ersten Mitgliederder Ehrenlegion.
Copie, nennt man die Vervielfältigung (von vopia, Menge) einetschriftlichen Ausarbeitung oder eine« Werk« der bildenden Kunst. Imersten Fall ist Copie Abschrift, copire» abschreiben, Cvpist Ab-schreiber. Wir verlangen von ihm bloß, daß er uns Wort für Wortdes Originals wiedergebe, seine Handschrift mag seyn, wie sie wolle;es gibt nur seltene Fälle, wo wir auch die Züge der Handschrift desOriginals nachgemacht haben wollen. An die Copie eines Werks derdildenden Kunst machen.'wir hingegen die Anfoderung, jeder Zug,jede Linie, jeder Umriß» lebet Farbelvn u. s. w. solle dem Original sogetreu nachgebildet sevn, daß die Abbildung an die Stelle des Ab-gebildeten treten könne, und das Original verdoppelt erscheine. D«ein Original nur Ein Mal eristiren kann, so wird durch gute Co-picn von Meisterwerken der Genuß derselben natürlich mehr verbrei-tet. Wie kommt es nun, daß man gleichwohl mit dem Ausdruck Co-pisten in dct schönen Kunst häufig einen ungünstigen Begriff.ver-knüpft findet? Verdienen sie nicht vielmehr Dank als Tadel? War-um setzt man sie gleichsam herab? Man bemerke wohl,' daß dieser