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wird gewahrt, nnd bald ist er auf dein Wege nach der Heimatb.Doch schon nach einigen Tagen fühlte er die Nähe des winkendenTvdesengels; da rnfr er seinen treuen Änavpen an das Lager, undreicht ihm eine silberne Kapsel mit den Geschenken seiner Herrin;„nimm," sprach er mit bebender Stimme z» ihm. „nimm, undverwahr'es wohl; nach meinem letzten Seufzer schließe mein Herzhinein und bring' dieß alles der Dame von FalcI. " Noch fügte ereinen Bries hinzu, nur mit der letzten Anstrengung vermag er, ihnzu unterzeichnen. Sein Auge bricht, er hat vollendet, und derrrene Diener eilt nun nach dem Schlosse von Faicl. Er kommt dortan, doch Pas Unglück führt ibu in die Hände des Herrn vom Schlosse,und der Argwohn triffc das Herz desselben. Er läßt ihn streng durch-suchen und findet bei ihm die letzte Gabe, die letzten Ausdrücke einertiuauslvschliche» Zärtlichkeit. Herr von Fa,el, entbrannt von Wuth,sinnt nun nur auf die fürchterlichste Rache. „ Nimm dieses Herz,"spricht er zu seinem Koch, „bereit' es zu und seh' es auf die Tafelmeiner Frau!" Es geschieht, und Gabriclle - ißt es. „HabenSie es gut gcstinden, dieses Fleisch's" fragt der Gemahl. „OKanz vortrefflich!" rühmt die Arme. „Das qtauo' ich gern," er-wiederr er, „es mußte an» ein köstliches Gericht für Sie fcvn,denn — es war das Herz des Castellans von Cour»!" Zur schreck-'lichen Ueberzeugung schleudert er ihr den Brief, den Reuaudsterbend schon ihr noch geschrieben hatte, hin. Nach dieser entsetz-lichen Mahlzeit wollte die Unglückliche nicbts mehr genießen, sie starbeines freiwilligen Hnugertobes. Frotsfard und Christine dePisau bicten die ältesten Zenqniffe dar über die Liebe des Castel-lans von Couc», über seinen Tod, über das unglückliche Ende feinetGeliebten, Gabrielle de Berg», und die schreckliche That ihres Ge-mahls. Dü Bellen hat hinlänglich die Wahrheit dieser empören-den Geschichte geprüft, und diejenigen, die sie in Zweifel ziehen,mögen mir den Sitten des 12. Jahrhunderts nicht' bekannt sevn.Einige Erzähler des iz. und 14. Iahrlmuocrtü, welche unter ver-änderten Namen der Personen ähnliche Begebenheiten erzählen, wirz. B- von Frau von Roussillon und einem proveuzglischen Poeten,Namens Cabcstain, mögen wohl nur Nachahmer jener ältern Ge-schichte sevn. Die Lieder der Liebe des Castellans von Cvncy sind inden: IVIsinolre« Iiisroi'I^nes «uv Itaoul clo lZoncv," in 12. Paris,47x1. (ui der alten Spräche mit beigefügter Uebersetzung und alterMusik dazu) gesammelt erschienen.
Ec>», äNz-i-el, Apvellationsgericktshof in der ncuorganisir-ten Staatsadministration Frankreichs. Solcher Gerichtshöfe gibt esnach dem Gesetz vom 27. .Vcmose Iabr Vlil. im ganzen Reiche 2g.Die Zahl der Mitglieder in denselben ist 12 bis zr. Die von 20 bisZ0 theilen sich in 2, die von zi (zn Reimes und Brüssel) in äSenate. Sie erkennen definitiv in allen Appeilationssachen, wel-che von den Friedens- und Handelsgerichten an sie gebracht wek-den, und führen zugleich die Aufsicht über die untergeordnetenGerichte. ,Bci jedem At'pcllationshof ist ein Präsident, welchender Kaiser'auf Lebenszeit ernennt und nicht aus der Zahl desNi'bter zu nehme» braucht, ein kaiserlicher Generalproknpatoreinem oder mehreren Snbstifnteii, und ein Kerichtscbreiber. We-niger als 7 versammelte Richter können kein Urthel abfasse"-Ueber das Verfahren i„ Appeilationssachen bestimmt der LHsexrvcestme civile. Nur im Fall, b»ß wirkliche Nichtigkeiten de-