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her. Nur der Krieg mit England dauert noch fort und als Folge des-selben sehen wir jetzt wieder ein Dänisches Heer mit den Französi-schen Armeen vereint ').
Dagg, ein fest gedrehtes kurzes Tau, womit Verbrecher auf denSchiffen gezüchtigt werden, Daggenlaufen wird wie Spiüruthen-lausen gebraucht, wenn der Strafbare von einem Verdeck des Schiffsbis.zum andern durch die Reiben des Schiffsvolks gepeitscht wird.
D'Aguesseau (Heinrich Franz) ein um die frühere Franzö-sische Gesetzgebung höchst verdienter Mann, war zu Limvges de» 27.Rov. iüü 8 geboren, und zeigte frühzeitig die glücklichsten Anlagen.Sein Vater» Intendant von Languedoc, war sein erster Lehrer. DerUmgang mit Gelehrten, besonders nur Racine und Boileau, waksein größtes Vergnügen, »ud dieser bildete sein Talent zur Dicht-kunst, die er bis an die letzten Tage seines Lebens liebte. Er wurdei6<-t in Paris Generaladvocal und in einem Alter von 52 JahrenGeneralprocuralor. In diesem Posten traf er viele Verbesserungender Gesetze und Rechtspflege und »ahm sich besonders der Verwal-tung der Hospitäler an. Da man ihm einmal rieth sich mehr Ruhezu erlauben, so antwortete der edle Maun: Kann man ruhen, solange es noch so viele Menschen gibt, welche leiden? Bei einer Hun-gersnoth im Winter t7oy wandte er alle seine Macht an, um denKornwucher zu unterdrücken und das Elend zu intt ern. Mutbigvertheidigte er die Rechte der Nation und der galvanischen Kirche,und standhaft verwarf er die Beschlüsse Ludwigs XI V. und des Kanz-lers Voisin zu Gunsten der päpstlichen Bulle Unigenitns. Lie-ft» Widernand unterstützte seine Gemahlin, die ihm zurief, als ernach Versailles ging, wohin ihn der König gerufen hatte um dieseAngelegenheiten zn verhandeln: aQleL, oudlisL. ckovsnr lo roi.fsnime er entans. l-orlleL tank, Iioes l'lLoniioiir. (Gehen Sie,vergessen Sie vor dem Könige Frau und Kinder. Verlieren Sie al-les, außer die Ehre). Nach dem Tode Ludwigs Xt V. wurde er un-ter der Regentschaft des Herzogs von Orleans Kanzler, siel aber inUngnade, und mußte sich auf sein Landgut zu ffresn es zurückzie-hen. Hier geuoß er, wie er selbst sagte, die schönsten Tage seinesLebens und beschäftigte sich mit dem Lesen der Bibel, mit dem Planeeiner Gesetzgebung, de» er gefaßt hakte, und dem Unterrichte seinerKinder. Mathematik, Ackerbau, Künste und Wissenschaften fülltendie Zeit seiner Muße aus. Als ihn hier der päpstliche Nuntius Qui-rl nt besuchte, und ihm sagte: Hier werden die Waffen gegen denRömischen Hof geschmiedet (L'osc ici, goo «0 kor^sne ls» »uns»ooinis l» eour lls Korns); so setzte ihm d'Agncssca» die Worte ent-gegen : Sagen Sie nur, die SclMer, die seine Waffen abwehren(Üices ssolsmont, los l^ouolior» «zur ropoxszonc »0» se-in ss). Dieser Kanzler Frankreichs beschäftigte sich zuweilen gerndamit, in seinem Garten zu graben- In dieser Zeit brachte er, be-sonders von, Jahre l?2y bis 1749 eine große Zahl Gesetze zu Stande.Er hatte überhaupt die Absicht, Einheit in die Vollziehung der altenGcsttze zu bringen, ohne ihre Basis zu erschüttern, und das Man-gelnde hinzuzusetzen. Allein diese Arbeit überstieg die Kraft eines ein-zelnen Mensche». Ob er nun gleich die ersten Staatsämter bekleidete,so dachte er doch bloß darauf, um zu nützen, ohne sich zu bereichern,und hinterließ fast nichts als seine Bibliothek, zu dct er überdies
*) Tm AuniuS zgra.