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Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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äußeres Glück zertrümmerte, «nd ihn selbst eikf Monate lang seinerFreiheit beraubte. Bei dieser Gelegenheit gab er ein großes Bei«ip el von Rechtlichkeit. Ein Freund zeigte ihm an, daß im Eonttle'deichlossen worden, alle Glieder vorn Franz. Theater zu arretiren»er solle sich also retten. „Ich danke für ihren Rath, mein Freund»aber ich würde ein verächtlicher Mensch sevn, wenn ich meine bravenCaweraben verließe. Was auch ihr Schicksal werden möge, ich willes theilen. Der neunte Thermidor allein rettete ihn und sie allevvm Schaffet. Es gelang seinem unermüdcten Streben, daß17YY die Gesellschaft des Französischen Theaters neu organisirt wurde.Im I. 1807 wurde er zum Professor der Dcclamation am Conierva-rorium und dann vvm Kaiser zum Dircctor der Hosschausptele er-nannt. Als solcher war er auch bei dem berühmten Kaiser - Eongrcssein Erfurt. Doch begleitete er diesen Posten nicht lange, denn »M18- März I8vy entriß ihn der Tod dem Theater und seinen Freun-den in einem Alter von 62 Jahren. Dazincourt spielte alle Rolle»gut, seine Sprache war rein, sein Vertrag natürlich, sein Spiel fei» undungezwungen. Beaumarchais übertrug ihm bei der Darstellung desFigaro diese Rolle, und hierdurch gründete Dazincourt hauptsächlichs.inen Ruhm. Er bildete durch sein geistreich, s Spiel diese Rolleerst ganz zu dem aus, was der Vcrf. nur angedeutet hatte, und ifti»und der Eonrat, die die Suzanne eben so meisterhaft spielte, war desaußerordentliche Beifall mir zuzuschreiben, den dieses allcrdinqs tNseiner Art vortrefliche Jnirigueustück bei seiner Erscheinung erhielt.

voba »äacke. a lunordentlich unter einander, in der größ-ten Unordnung. Wird auch in neuern Zeiten besonders von denFranzösischen TirailleurS und Voltigeurs gebraucht: » l» ckobanäall-angreiseu oder fechten, d. h. in scheinbarer Unordnung, zerstreut,isolirt. Ilobrnä-invnr, das Verlaufen der Soldaten; dasAusreißer, derselben in zerstreuten Kaufen- Debandiren, auseinand.rlaufen, sich verlausen, baufenweis ausreißen. Debandirkzerstreut, in Unordnung gebracht.

Debatte, ein Wortwechsel oder Streit, besonder-über einengelehrten, politischen, oder sonst wichtigen Gegenstand; z. B- eshat starke Debatten gesetzt, d. h. mgu hat sich für und wider die Sa-che heftig gestritten. Im Englischen Parlamente sind die Debattenförmliche Reden, welche für und wider einen Antrag gehalten werde»»man könnte sie Streit - oder Äampfreden nennen. Debatkire»,streiten» Wortwechseln; z. B. Sie haben lange darüber debatri"'d. h. gestritten. Man fing an darüber zu deballiren, d. h. zu ver-handeln , für und wider die Sache zu sprechen.

v-lranefio. eine Ausschweifung; bisweilen bloß eine Abwei-chung von der gewöhnlichen Lebensordnung. Ein sehr diät Lebendersagr z. B. ich mache heute eine v-stauek«. d. b. ich esse oder trinkemehr als gewöhnlich. Oft aber auch versteht man darunter .dieSchweißerei oder Liederlichkeit ; z. B. seine Debauchcn haben ib»zu Grunde gerichtet. Debauchiren, ausschweifen, schwärme» -ein wüstes, liederliches Leben fuhren; z. B. wir haben diesedebauchirt, geschwärmt. Er hat in der Jugend debauchirt: aus-schweifend gelebt. Auch heißt debauchiren zuweilen: abwendig,spänstig machen, verführest; z. B. er bat das Mädchen debaochs^tverführt); einen Soldaten debauchiren: ihn überreden, daß er >»fremde Kriegsdienste tritt oder überläuft. Ost» anest«, ein Schwel-